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Im Kino

Bei „Forget About Nick“ bekriegen sich zwei Zicken in New York

Essen Margarethe von Trottas Komödie feierte in Essen Premiere. Doch der Film hat Schwächen bei Drehbuch, Tempo und Dialogen.

 Bei „Forget About Nick“ bekriegen sich zwei Zicken in New York

Maria (Katja Riemann, l.) und Jade (Ingrid Bolsö Berdal) gestalten das Loft-Apartment neu. Foto: Martin Valentin Menke

Wenn Stars zu Besuch sind, kommen auch Schaulustige und Autogrammjäger an den roten Teppich der Essener „Lichtburg“, der am Dienstag Regisseurin Margarethe von Trotta und ihrer Hauptdarstellerin Katja Riemann gehörte. Die Zahl der Fotografen blieb überschaubar, ab und an hört man ein „Frau Riemann!“, der Rummel war schon mal größer.

Trotta ist keine Expertin im leichten Fach

„Forget About Nick“ heißt der Film, den die Damen gedreht haben. Die Komödie um den Zickenkrieg zweier Frauen ist ihre vierte gemeinsame Arbeit. Sie startet nächste Woche im Kino, fällt aber deutlich hinter von Trottas ernstem Film („Hannah Arendt“) zurück. Expertin im leichten Fach ist die Regisseurin eher nicht, als solche hätte sie merken müssen, dass es dem Film an Tempo, Spritzigkeit, Gagdichte hapert, den Dialogen der Pfeffer fehlt und die Geschichte nicht vom Fleck kommt.

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Es sind Schwächen im Drehbuch (Pamela Katz), die die Regie nicht kaschieren kann. Man ahnt, was „Forget About Nick“ sein möchte: Das Duell zweier Frauen, die sich einen Ex-Mann (Haluk Bilginer) teilen. Eine Posse über den „New York state of mind“, das Lebensgefühl in Manhattan. Und eine zwinkernd feministische Abrechnung mit dem Jugendwahn der Modewelt (die sich aber in Gemeinplätzen erschöpft).

Ex-Model lebt von Smoothies und Proteindrinks

Jade (Ingrid Bolsö Berdal) war Model, jetzt feilt sie an einer Modekollektion. Sie lebt von Smoothies und Proteindrinks und ärgert sich über Maria (Katja Riemann), die backt und kocht wie der Prototyp der deutschen Hausfrau.

Beide waren mit Nick zusammen, der ihnen ein New Yorker Loft überschrieben hat, wo sie sich täglich in die Wolle kriegen. Ihr Hickhack ist mäßig amüsant, die Situationskomik zahm. Als Charaktere sind beide nur skizziert, vieles liegt im Ungefähren. Nick ist ein Armleuchter, darüber herrscht Einigkeit. Ein bemühter Versuchsaufbau, der als Lustspiel vieles schuldig bleibt.

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