Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

"Der Hunderteinjährige ..." im Kino

Ein kauziger Opa Tatterich reist um die Welt

Mit dem schrägen Schelmenstück "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" glückte Regisseur Felix Herngren vor drei Jahren ein Kinohit aus Schweden. Ein Opa Tatterich (Robert Gustafsson) stromert durch die Gegend, kommt an einen Batzen Geld und setzt sich nach Bali ab. Nun wartet Herngren mit der Fortsetzung auf:"Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand".

Ein kauziger Opa Tatterich reist um die Welt

Robert Gustafsson als Allan und ein knuffiger kleiner Wegbegleiter

Nicht nur der Titel ist ein Abklatsch des ersten Films - Teil zwei weist exakt dasselbe Strickmuster auf: unterwegs mit depperten Käuzen, Situationskomik, Abstecher in die Weltgeschichte.

Das Roadmovie von 2014 basierte auf einem Roman von Jonas Jonasson und verströmte trotz kalkulierter Schrulligkeit ein freches Flair von Anarchie. Der Alte macht, was er will. Mit stolzen 100 Jahren da fängt das Leben an, da hast Du Spaß daran!

Das Unerwartete bleibt auf der Strecke

Die Fortsetzung (Regie: Felix und Mans Herngren) basiert nicht auf einem Roman, das Drehbuch fabuliert wild drauflos, im Geiste des Erstlings. Das Moment des Unerwarteten blieb auf der Strecke, die Story bewegt sich in einem Rahmen, der schon abgesteckt ist.

Drei Tunichtguts und ein Affe brechen von Bali zu einer Schnitzeljagd auf. Als Jäger des verlorenen Schatzes wollen sie nach Berlin, wo Allan einst das Geheimrezept für die "Volks-Soda" versteckte, einer Russki-Limonade, die Coca Cola und Präsident Nixon das Fürchten lehrte.

Party mit David Bowie

Volkssoda war eine Waffe im Kalten Krieg und Agent Allan bewegte sich zwischen den Fronten. Rückblenden führen ins Weiße Haus und den Kreml, wo Allan mit Nixon und Breschnew parliert. In Berlin macht er Party mit David Bowie. Alternative Fakten aus der Geschichte sind hier noch das Amüsanteste. Der Rest ist ein Mix aus Räuberpistole und Geheimdienst-Posse, der uns manchmal ein Kichern entlockt. Oder auch nicht, wenn durchschaubare Gags von gewollt naiven Trotteleien zehren.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Neu im Kino

Tennisspiel der Titanen: McEnroe gegen „Eis-Borg“

Dortmund Sportlerdramen fürs Kino folgen einem bestimmten Muster. Vorstellung der Kontrahenten, oft böser Bube gegen Lichtgestalt. Ist die Persönlichkeit umrissen, schildert der Film den Weg der Akteure bis zum Moment des Duells: Ein besonderes spannendes liefern sich die Mimen Sverrir Gudnason und Shia LaBeouf in „Borg / McEnroe“.mehr...

Cineworld Lünen

Neue Lasertechnik liefert schärferen Filmgenuss

Lünen Die „Cineworld“ in Lünen hat einen sechsstelligen Betrag in eine hochmoderne Projektionstechnik investiert. Wir haben uns im Kinosaal angesehen, was die Filmfreunde von der High-Tech-Neuerung haben.mehr...

"American Assassin" im Kino

Milchbubi räumt die Welt auf

Mitch Rapp (Dylan O’Brien) ist ein junger Bursche, der das Leben an der Seite seiner Verlobten genießt. Als Terroristen seine Liebste ermorden, ist es vorbei mit seiner Normalverbraucher-Existenz. Durchglüht von Rachedurst stählt sich Mitch zur Kampfmaschine - im Kinofilm "American Assassin".mehr...

Neu im Kino

Biopic über Dalida bleibt ein Bilderbogen mit Musik

Den Franzosen, aber nicht nur denen, verkaufte sie ihre markante dunkle Stimme, ihre Schönheit und eine orientalische Exotik, die sie in ihrer Geburtsstadt Kairo aufgesogen haben mag, obwohl sie italienische Wurzeln hatte. Dalida (bürgerlich: Iolanda Cristina Gigliotti) war ein Star - jetzt erzählt ein Film ihre tragische Geschichte.mehr...

"Stern von Indien" im Kino

Geschichtsstunde mit Glamour und viel Gefühl

Delhi 1947. Scharen von Dienern wienern den Palast des britischen Vizekönigs. So glänzend die Böden schimmern, so edel das Mobiliar auch strahlt – der Lack ist ab über dem Juwel unter den Kolonien des Empires. Wie dramatisch die Kolonialzeit endete, davon erzählt der Film "Der Stern von Indien".mehr...