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Buchkritik

Gaël Faye: „Kleines Land“

In „Kleines Land“ erzählt Gaël Faye aus der Perspektive eines Kindes von glücklichen und grausamen Zeiten in Burundi. Ich-Erzähler Gabriel geht gerne in die französische Schule, spielt mit seinen Freunden auf der Straße, treibt Schabernack – alles wunderbar.

Gaël Faye: „Kleines Land“

Doch dann zerbricht seine Familie, und das Land versinkt in einem Bürgerkrieg. Damit endet Gabriels unbeschwerte Kindheit.

Die Geschichte weist autobiografische Züge auf. Denn wie Gabriel hat auch der Autor eine ruandische Mutter und einen französischen Vater. Die Kindheit verbrachte er in Burundi und floh 1995 vor dem Bürgerkrieg nach Frankreich – wie sein jugendlicher Held. Gabriel kehrt in das Land seiner Kindheit zurück, der Autor selbst lebt seit zwei Jahren überwiegend im Land seiner Mutter, in Ruanda.

Es ist ein berührendes Romandebüt – poetisch und humorvoll, dramatisch und grausam, aber nie naiv, obwohl aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird. Lesenswert.

Gaël Faye: Kleines Land, 223 S., Piper, 29 Euro, ISBN 978-3-492-05858-4.

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