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Theater Oberhausen

Gesellschaftsspiele und Hahnenkämpfe im Mattiswald

OBERHAUSEN Der Beginn ist großes Kino: Wir sehen einen idyllischen Mattiswald, die Mattisburg und - inmitten von Wolken - Glatzen-Per, der im Schaukelstuhl aus Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" vorliest. Wiederholt wendet sich der Senior aus der Geschichte dabei ans Publikum, zuletzt etwas entnervt: "Guckt es Euch doch einfach an, Ihr Hosenschisser!"

Gesellschaftsspiele und Hahnenkämpfe im Mattiswald

Kniefall vor Ronja

Und dann lässt Regisseur Christian Quitschke Ronjas Geschichte als Weihnachtsstück am Theater Oberhausen in märchenhaften Bildern, aber auch mit gruselig-fantastischen Waldwesen lebendig werden. Zur heimlichen Hauptfigur macht er Papa Mattis, den Räuberhauptmann, ist er es doch, der nur noch Augen für seine Tochter hat, sie übervorsichtig beschützen und natürlich keinesfalls mit Birk, dem Sohn des verfeindeten Borka, zusammen sehen will.

Anspielungsreich

Quitschke erzählt einfühlsam, anspielungsreich und hintersinnig-witzig. Da machen die geblümt gekleideten Mattisräuber Gesellschaftsspiele, es fallen Worte wie "Monopoly" und "Schach, Mattis". Ihre Fahne ziert das charakteristische geschnörkelte M einer amerikanischen Fastfoodkette, während auf jener der Borkaräuber "Borka King" steht.

Komödiantischer Höhepunkt ist der finale Fight der beiden Räuberhauptmänner. Als die Kampfhähne ermatten, sitzen ihre Frauen bereits einträchtig beim Kartenspiel und ihre beide Kinder grillen vor ihrer Höhle.

Ex-Ensemblemitglied Jan Kämmerer feiert als Mattis ein großartiges Oberhausener Comeback. Anna Polke ist als Lovis seine hinreißende Partnerin. Johanna-Friederike Krüger und Dominik Paul Weber machen die geschwisterhaften Freunde Ronja und Birk durch natürliches Spiel zu Sympathieträgern. Raymond Dudzinski erinnert als Glatzen-Per an Otto Waalkes; das macht auch seinen Tod erträglicher.

Termine: 4./18./23./ 26.12., 22./29.1.; Karten: Tel. (0208)8578184.

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