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Gustav-Lübcke-Museum

Hereinspaziert in Lübckes Universalsammlung

HAMM Möbel und Keramik, Gemälde und Heiligen-Statuen, Schmuck und Textilien, Bücher und Münzen: Dies alles sammelte der Kunst- und Antiquitätenhändler Gustav Lübcke. Vor 100 Jahren vermachte er seine Universalsammlung der Stadt Hamm – und zum Jubiläum sind jetzt an die 500 Objekte in der Sonderschau „Hereinspaziert!“ im Hammer Gustav-Lübcke-Museum zu sehen.

Hereinspaziert in Lübckes Universalsammlung

Das Bild „Tanzende Bauern“ von Adriaen Pietersz van de Venne stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Im Eingangsbereich empfangen den Besucher Pappaufsteller von Gustav Lübcke und seiner Ehefrau. An der Wand daneben ist der Vertragstext der Schenkung zu lesen, eine handschriftliche Abschrift des Vertrags vom April 1917 liegt in einer Vitrine. Lübcke (1868-1925) erhielt pro Jahr 6000 Mark und übernahm die Leitung des Museums.

Warnung vor Gelegenheitsdieben

Das eigene Haus, das er für seine Sammlung gefordert hatte, gab es erst 1993. Seinen Namen trug das Museum, das im Laufe der Zeit in diversen städtischen Gebäuden untergebracht war, aber bereits nach seinem Tod. Interessant ist auch eine Dienstanweisung des Direktors, in der von Gelegenheitsdieben gewarnt wird. Lübckes Schenkung, deren Wert im Vertrag von 1917 mit 100 000 Mark angegeben wurde, umfasst Tausende von Objekten, darunter mehr als 3000 Münzen und 60 Gemälde. Anlässlich des Jubiläums und der Wechselausstellung habe man begonnen, ein Inventarbuch der Sammlung zu erstellen, erläutert Kuratorin Diana Lenz-Weber.

Breites Spektrum

In einem Saal bekommt der Besucher nun einen Einblick in die Vielfältigkeit der Sammlung. Da hängen Gemälde niederländischer Maler aus dem 17. Jahrhundert, wie das Bild „Tanzende Bauern“ von Adriaen Pietersz van der Venne, über reich verzierten Truhen und Schränken aus dem 16. Jahrhundert.

In einer Ecke sind geschnitzte Heiligen- und Madonnen-Figuren aufgestellt. Eine Vitrine beherbergt liturgische Objekte wie Kreuz, Monstranz und ein Messgewand mit den Leidensszenen Christi. Eine Kölner Borte von 1450 sowie gut 2000 Jahre alte koptische Stofffragmente sind ebenfalls unter Glas untergebracht.

Düsseldorfer Malerschule

Keramiken aus dem Rhein- und Siegerland, feingeschliffene Gläser sowie filigrane Scherenschnitte und Miniaturporträts zeigen die Vorlieben des Bürgertums im 19. Jahrhundert. Düsseldorfer Malerschule Und da der gebürtige Hammer Lübcke in Düsseldorf als Geschäftsmann tätig war, umfasst seine Sammlung natürlich auch Gemälde der Düsseldorfer Malerschule.

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