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Urban Lights Ruhr

In Marl spuckt eine Laterne Popcorn

MARL Eine Straßenlaterne, die nicht leuchtet, aber Popcorn spuckt, ein Wasserballett oder eine Installation, bei der die Besucher im Rampenlicht stehen und Applaus bekommen. Die vierten „Urban Lights Ruhr“ (nach Bergkamen, Hamm und Hagen) bringen vom 12. bis 29. Oktober einen Lichtkunst-Parcours voller Überraschungen nach Marl.

In Marl spuckt eine Laterne Popcorn

Süß: Die Arbeit „1:43 – 47 Marl, 2017“ von Martin Sailsdorfer ist eine Laterne, die Popcorn spuckt.

Acht Künstler bespielen die Innenstadt; Festivalzentrum ist die ehemalige Hauptschule an der Kampstraße 8b. Studierende der Dortmunder Fachhochschule, Bereich Szenografie, haben dafür das Foyer als Lounge hergerichtet. Mit der Hauptschule als Ausweichort für fünf Jahre ab 2021 hat sich auch Georg Elben, Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl, angefreundet. „Das ist ein Ambiente, in dem man mit unserer Sammlung, gut zurechtkommen kann“, sagte er am Montag in Marl.  

Marl ist hässlich, aber interessant

„Licht Stadt Utopie“ ist das Motto des 18-tägigen Festivals. Denn, machen wir uns nichts vor: „Marl ist hässlich“, finden auch die Organisatoren, „aber wir wollen zeigen, dass Marl auch interessant ist. Die Urban Lights Ruhr helfen, dass die Menschen anders über Marl reden“, so Elben. Im Januar haben die Urbanen Künste mit den Künstlern einen Spaziergang durch die Stadt im Kreis Recklinghausen gemacht und ihnen „Nichtorte“ gezeigt, die mit Kunst spannender sein könnten.

Nichtorte

Der Düsseldorfer Künstler Mischa Kuball hat vier ausgewählt: die Agentur für Arbeit, das Amtsgericht, Festivalzentrum und Rathaus. Er kennzeichnet sie mit den zwei Meter hohen Schriftzügen „Dys(u)- topia“ und „(Un)Finished“ aus Lichtschläuchen. Kristina Buch gestaltet eine Mauer mit einem schmalen Spalt am Friedhof. Den Friedhof selbst verwandelt Hannah Weinberger in eine Licht- und Klanglandschaft, und Martin Pfeifle gruppiert drei große Leuchtköper in den Mondrian-Farben Rot, Gelb und Blau um die Rathaustürme.

Besucher im Rampenlicht

Auf dem Forumsplatz baut die Gruppe Sans Facon eine Wand aus Lautsprechern auf. Besucher, die sich davor ins Rampenlicht wagen, bekommen Applaus vom Band.  

Das Wasserballett der Synchronschwimmer ist eine Videoarbeit von Isa Melsheimer, zu sehen im Festivalzentrum und Glaskasten. Auch der Wiener Nikolaus Gansterer zeigt eine Video-Arbeit in der Schule und sprengt Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt. Und die Popcorn-Laterne? Das duftende Kunstwerk hat Michael Sailstorfer auf den Hof der Hauptschule gebaut. Die Lampe röstet Popcorn und spuckt es aus. So macht Kunst auch Kindern Spaß.

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