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Streetart-Festival

Jede Menge Akrobatik bei „Urbanatix“

Bochum Wer in der Stadt auf junge, athletische Männer trifft, die wieselflink an Mauern hochklettern oder von einem Treppengeländer zum nächsten springen: keine Angst. Die wollen nur spielen. Oder sie üben für „Urbanatix“.

Jede Menge Akrobatik bei „Urbanatix“

Fabian Teusch bei der Königsdisziplin des Parkours: einem Salto. Auch bei der Bochumer Streetart-Veranstaltung „Urbanatix“ in der Jahrhunderthalle werden er und seine Mitstreiter verschiedene Varianten davon zeigen. Foto Heimann Foto: Foto: Nils Heimann

Lockere Kleidung und bequeme Schuhe mit griffiger Sohle seien die einzigen Utensilien, die man braucht, um die Trendsportart Parkour zu betreiben, sagt der Dortmunder Fabian Teusch. Der 23-Jährige widmet sich inzwischen seit gut einem Jahrzehnt den akrobatisch anspruchsvollen und zum Teil halsbrecherisch anmutenden Manövern im urbanen Raum.

Was er mit Erfolg hinbekommen hat. Denn sein Können als Traceur –so nennen sich diese Sportler– beweist er jedes Jahr bei der Bochumer Streetart-Veranstaltung „Urbanatix“ in der Bochumer Jahrhunderthalle. „Ich bin einer von denen, die von Beginn an dabei sind“, sagt er.

Nur die Besten der Besten sind dabei

Das heißt seit 2010. Damals musste er noch das mehrstufige Auswahlverfahren, neudeutsch Casting, unter dem Urbanatix-Leiter Christian Eggert durchlaufen, um an der rasanten Show teilnehmen zu können. Was nur den Besten der Besten gelang. Und die kommen dann auch immer wieder gerne zurück. „Inzwischen sind wir zu so etwas wie einer Familie zusammengewachsen“, sagt Fabian Teusch.

BOCHUM 46 Projekte in 31 Ruhrgebietsstädten mit rund 270 Künstlern. Das sind die beeindruckenden Zahlen, die die im Kulturhauptstadtjahr 2010 gegründeten Urbane Künste Ruhr in sechs Jahren produziert hat. Vor dem Wechsel der künstlerischen Leitung gab es das Symposium Momentaufnahme an der Bochumer Jahrhunderthalle.mehr...

Wir, das sind rund 25 Streetartisten unterschiedlichster Couleur aus de Region. Neben den Parkourläufern zeigen bei „Urbanatix“ auch Tricker (eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, Breakdance und Akrobatik), Biker und Tänzer, was sie so drauf haben.

Alle Athleten haben sich weiter entwickelt

Und das wird immer spektakulärer, weil professioneller, aber auch kommerzieller. „Für unsere Choreografien hatten wir noch vor ein paar Jahren deutlich mehr Zeit als jetzt“, sagt Teusch. Allerdings haben sich auch alle Athleten weiter entwickelt. Daher braucht‘s nicht zwangsläufig eine besondere Vorbereitung für „Urbanatix“, betont der angehende Fitness- und Gesundheitsmanager: „Ich bin ständig unterwegs und nutze jeden Spot zum Training.“

Hier gibt es einen Eindruck von der letzten Show

Und von denen gibt es reichlich. Dem Unwissenden verschließen sie sich aber eher, verbergen sich hinter alltäglichem. „Das Parkour-Auge schläft aber niemals“, betont der 23-Jährige. Will heißen: Der geübte Traceur hat stets den Blick auf und für den Raum, in dem er sich bewegt, und die darin befindliche Architektur. Urban-Exploring nennt sich das in der Fachsprache.

Parkour ist eine Lebenseinstellung

Angst vor Verletzungen hat Fabian Teusch nicht. Denn beim Parkour gehe es nicht darum, möglichst riskante Moves einzubauen, um andere zu beeindrucken. Das Gegenteil ist der Fall: „Parkour, das ist eine Lebenseinstellung. Man lernt sich und seine Grenzen kennen, um sie dann Stück für Stück zu verschieben.“

Vor allem Dächer üben eine besondere Faszination auf Traceure aus. Diesbezüglich kommt ihnen das Motto bei der „Urbanatix“-Edition 2017 zu pass: „Grooftop“ heißt die sich fortwährend verändernde Dachfläche, auf der sich die verschiedenen Streetartisten im November austoben können.

Videos von der Parkour-Truppe in der auch Fabian Teusch unterwegs auf seiner Facebook-Seite

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