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Buchkritik

M.R.C. Kasasian: „Der Fluch des Hauses Foskett“

Im viktorianischen England ermittelt ein ungewöhnliches Duo.

M.R.C. Kasasian: „Der Fluch des Hauses Foskett“

Er ist ein echter Stinkstiefel, grob, unhöflich und doch eine Seele von einem Menschen, wenn man etwas genauer hinblickt. Sie ist sein Mündel, nicht wirklich mit Schönheit gesegnet, dafür mit messerscharfem Verstand – was für eine Frau ihrer Zeit nicht so empfehlenswert erscheint.

Zweiter Fall
In „Der Fluch des Hauses Foskett“, dem zweiten Fall, den M.R.C. Kassaian Sidney Grice und March Middleton lösen lässt, haben diese es mit einem seltsamen Verein zu tun. In dem sich mehr oder minder wohlhabende Engländer zusammengeschlossen haben. Stirbt einer von ihnen, bekommen die anderen Vereinsmitglieder sein Geld. Ein Mitglied ist ein Apotheker, der sich nach dem überraschenden Tod eines Vereinsangehörigen an Grice wendet, weil er nicht an einen natürlichen Tod glaubt.

Dummerweise ereilt den Apotheker dann dasselbe Schicksal – und das mitten im Haus von Detektiv Grice, der ohnehin noch mit seinem schlechten Ruf aus seinem ersten Fall zu kämpfen hat. Blausäure hat den Apotheker dahingerafft. Grice und Middleton machen sich nun auf die Suche nach dem Täter und geraten an einen wenig Vertrauen erweckenden Zahnarzt, eine kluge Ärztin und die Erbin eines offenbar verfluchten Adelsgeschlechts.

Wer englischen Humor und Krimis aus der viktorianischen Zeit liebt, ist bei diesen Ermittlern genau richtig. Aber auch, wer bislang solche Kriminalfälle aus alter Zeit nicht kennt, sollte sich trauen. Nicht nur, weil die Geschichte spannend ist und voller Wirrungen steckt, sondern weil sie so herrlich britisch-witzig geschrieben ist. Und man zudem noch einiges über das Leben in England im Zeitalter von Queen Victoria erfährt.

Zeug zum Kult-Duo
Die beiden Privatermittler Sidney Grice und March Middleton haben auf jeden Fall das Zeug zu einem britischen Kult-Detektiv-Duo à la Holmes und Watson. Und sind dabei beim Ermitteln noch witziger.

M.R.C. Kasasian: Der Fluch des Hauses Foskett, 494 S., Atlantik, 20 Euro, ISBN 978-3-455-00064-1.

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