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Buchkritik

Madeleine Prahs: „Die Letzten“

Schlicht „Die Letzten“ heißt Madeleine Prahs humorvoller Roman. Und damit sind die drei letzten Bewohner des Hauses in der Hebbelstraße 13 einer Großstadt gemeint.

Madeleine Prahs: „Die Letzten“

Sie sollen einer Sanierung weichen – und wollen natürlich bleiben. Eigentlich mögen sich der arbeitslose und geschiedene Kramer (55), die ehemalige Deutschlehrerin Buttkies (77) und Punkerin Jersey (28) nicht. Doch aufgrund der Lage rauft sich das ungleiche Trio gegen den Besitzer zusammen.

Ein Haus erzählt

Ich-Erzähler ist in dem originellen Roman das Haus, das abgerissen werden soll. Es gibt Einblick in die Leben der Bewohner und ist über die ungewöhnliche Entwicklung der Geschichte selbst verwundert. In der brennt eine Perücke und macht einer Katze den Garaus.

Nicht mit dem Leben davon kommt auch der Besitzer, eine Glasscheibe des maroden Gebäudes spielt mit ihm Guillotine. Zuvor hatte er die in Tee aufgelösten Krebs-Medikamente der Buttkies getrunken.

Und dann sind da nach die wunderbar verdrehten Sprichwörter der dementen Buttkies: „Eine alte Hecke verpflanzt man nicht.“

Madeleine Prahs: Die Letzten, 296 S., dtv, 21 Euro, ISBN 978-3-423-28134-8.

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