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Zweijahresprogramm

Projekt Interkultur Ruhr stellt Migration in den Fokus

BOCHUM Im Ruhrgebiet ist Migration allgegenwärtig. Vor allem jetzt wieder durch die vielen Menschen, die in der Bundesrepublik Asyl suchen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema ist Aufgabe des Projektes Interkultur Ruhr. Am Dienstag, 17. Januar, wurde das Programm für die nächsten zwei Jahre vorgestellt.

Projekt Interkultur Ruhr stellt Migration in den Fokus

Die Kuratoren Johanna-Yasirra Kluhs (l.), Fabian Saavedra-Lara und Karola Geiß-Netthöfel stellten im Treffpunkt HUkultur des Fördervereins Hustadt ihre Pläne vor.

Ins Leben gerufen wurde es Anfang 2016 vom Regionalverband Ruhr (RVR) und dem Kulturministerium des Landes NRW. Dadurch ist es möglich, den Programmschwerpunkt "Stadt der Kulturen" aus dem Jahr 2010, als das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas war, weiterzuführen.

"Interkulturelle Nachhaltigkeit ist uns dabei besonders wichtig. Es gibt kaum jemanden im Ruhrgebiet, der keinen Migrationshintergrund hat", sagte Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin. Gestern stellte sie mit den Kuratoren Johanna-Yasirra Kluhs und Fabian Saavedra-Lara das Programm der ersten zwei Jahre vor.

Kooperationsprojekt "Insel des guten Lebens"

Neben eigenen Recherchen und Koproduktionen unterstützt Interkultur Ruhr mit einem Fonds auch andere Projekte, die interkulturelle Offenheit fördern und sichtbar machen. Ein bereits gestartetes Kooperationsprojekt heißt "Insel des guten Lebens - Wohlbefinden und Migration in Bochum-Querenburg".

In der Anfang der 1960er-Jahre erbauten Hustadt-Siedlung und dem Uni-Center möchten Sebastian Quack, Anna Hentschel und Kerem Halbrecht in Zusammenarbeit mit der Initiative Global Young Faculty künstlerisch zeigen, dass Migration keine Randerscheinung, sondern vielmehr Mittelpunkt unseres alltäglichen Lebens ist.

Viertägiges Festival im April

Geschehen soll dies bei einem Festival (20. bis 23. April), wo Geschichten aus dem Quartier durch Interview-Auszüge zu hören und als Film-Collage zu sehen sein werden. Besucher und Bewohner sollen dort spielerisch in Kontakt treten und gemeinsame Erlebnisse schaffen.

Dafür bietet sich zum Beispiel die Renovierung eines heruntergekommenen Containers für Jugendliche an. Denn "das Instandsetzen von Orten macht immer Freude und die gemeinsame Arbeit verbindet", so Sebastian Quack.

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