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Zeche Zollverein Essen

Ruhrmuseum zeigt Essens grüne Oasen

ESSEN Palmen, wilde Tiere und saftiges Grün soweit das Auge reicht - eingepfercht in eine große, alte Industriehalle. Die Ausstellung "Grün in der Stadt Essen" des Ruhr Museums, bis zum 27. August in Halle 5 der Zeche Zollverein, ist ein einziger Kontrast. Mit mehr als 650 Fotografien, Videos, Pflanzen, Parkskulpturen spiegelt sie die grüne Vielfalt der ehemaligen Bergbaustadt wider - und präsentiert eine tierische Rarität.

Ruhrmuseum zeigt Essens grüne Oasen

Ein Kontrast von Natur und Industrie: Der Revierpark Nienhausen 1973 mit einer Zeche im Hintergrund.

Von beruhigendem Vogelgezwitscher über Lautsprecher begleitet, schlendern die Besucher durch die grünen Facetten einer ehemals großen Bergbaustadt.

Die Ausstellung des Ruhrmuseums soll zeigen, warum Essen trotz seiner Industrievergangenheit den Titel "Grüne Hauptstadt Europas" bekam.

Starker Kontrast zwischen Natur und Industrie

Viele Schwarzweiß- und Farbfotografien, etwa von Volksgärten, dem Baldeneysee, Gartenstädten wie der Margarethenhöhe, von Essener Kleingartenanlagen und Gartenschauen, dokumentieren diese Entwicklung.

Besonders der starke Kontrast zwischen Industrie und Natur kommt in "Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten" zur Geltung.

Ausstellung hat den einzigen ausgestopfte Hirsch im ganzen Bundesland

Unter den Ausstellungsstücken finden die Besucher auch eine Rarität aus dem Tierreich: einen männlichen Rothirsch (Foto).

Ausstellung Gärten in Essen

Viele Tierpräparate sind zu sehen - darunter ein junger Rotfuchs.
Kita-Kinder im Schulgarten der KGV Lunemannsiepen in Essen-Kray im Mai 2016.
Die Grabsteine Essener Bürgermeister stehen für ihr Engagement beim ökologischen Ausgleich zur Industrie.
Ein Segelboot aus den 1960er-Jahren schwebt über den Köpfen der Besucher.
Die Skulpturen der Ausstellung stammen aus verschiedenen Essener Parks.
Ein gekachelter See ist die Kulisse für eine Fotoserie zu Essener Seen und Gewässern.
Auch ein Modell der Gartenstadt Margarethenhöhe ist in der Ausstellung zu sehen.
Mit 3D-Brillen können sich die Besucher Fotoserien anschauen.
Schiefertafel mit einer Gartenweisheit aus dem Gemeinschaftsgarten im Siepental.
Die Ausstellung enthält viele Karten von den Wäldern und Grünflächen in Essen.
Von der Brücke Sommerburgstraße aus sieht man die Emscher fließen.
Der Krupp-Park ist eine von Essens grünen Anlagen.
Der Schurenbach an der Schurenbachhalde wirk von Menschen unberührt.
Diese Heuschrecken, Landschnecken und Schleiereulen-Gewölle stammen vom Gelände der Zeche Zollverein.
Der Zollverein Park verbindet Industrie und Natur.
Das Vogelschutzgebiet Baldeneysee beherbergt viele Arten.
Eine Bachstelze füttert ihr Junges.
Farbenterrassen der Gaststätte Baldeneyer Fähre am Baldeneysee
Schauspieler während der Aufnahmen für den Film "Rund um den Baldeneysee" am 28.05.1954.
Die Passagierfahrten am Baldeneysee beginnen im Juni 1933.
Besucher fahren mit einer Kleinbahn bei der Reichsausstellung des deutschen Gartenbaus 1938.
Die erste Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung (GRUGA) im Grugapark 1929. Im Hintergrund erkennt man das Terrassenrestaurant.
Der zweite Tag der Eröffnungsveranstaltung im Gruga Park zur Grünen Hauptstadt Europas 2017.
Eine Friedhofsgießkanne: Viele Essener Friedhöfe sind als Parkanlagen angelegt.
Die Einsegnungshallen am Essener Südwestfriedhof im August 1956.
Die Parkanlage Moltkeplatz mit Blick auf die Kirche der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde
Der Essener Stadtwald im Jahr 2016.
Auch Gartenzwerge gehören zu den Essener Gärten und denen des Ruhrgebiets dazu.
Ein Kontrast von Natur und Industrie: Der Revierpark Nienhausen 1973 mit einer Zeche im Hintergrund.
Die "Park Sounds" 2017 im Stadtgarten.
Ein Teppichbeet im Essener Stadtgarten 1889.
Die Villa Hügel im Essener Stadtteil Bredeney wurde 1870–1873 von Alfred Krupp errichtet. Auch sie ist von einem großen Park umgeben.
Dieses Ölgemälde von Wilhelm Troost zeigt das Schloss und Dorf Borbeck im 18. Jahrhundert.
1964 lag noch viel Smog über der Zinkhütte Borbeck.
Ein Aquarell von Heinrich Kunolt zeigt die Bohrmühle an der Spillenburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Ein weiterer Kontrast: eine Lore aus dem Bergbau vor Blumen-Fotografien.

Es handele sich bei dem Exemplar laut Ruhrmuseums-Leiter Heinrich Theodor Grütter um den einzigen ausgestopften Hirsch in ganz NRW.

Kunstrasen schmückt die gesamte Schau

Auch andere Tierarten zeigt die Schau in Glasvitrinen und Holzboxen - von der Wildkatze über Füchse und Waschbären bis zu Tauben und Greifvögeln.

Die Präsentation von "Grün in der Stadt Essen" ist interessant. Auf Podesten ist Kunstrasen verlegt, auf dem wiederum große grüne Holzboxen stehen.

Masse an Ausstellungstücken wirkt überladen

Dutzende Plastiktulpen auf den Rasenflächen verleihen der Ausstellung einen bunten, verspielten Ausdruck. Teils wirkt sie jedoch durch die Masse der Ausstellungsstücke etwas überladen.

Blickfänge sind besonders die großen Objekte. Die auffällig rot-weiß lackierte Lok, die 1959 anlässlich der Bundesgartenschau in Dortmund gebaut wurde, sticht ebenso heraus wie das Segelboot aus den 1960er- Jahren, das über den Köpfen der Besucher von der Decke hängt.

Skulpturen aus Stadtparks sind die Schmuckstücke

Skulpturen aus diversen Parks sind ebenfalls zu sehen. Sie seien der "Schmuck der Gärten" sein, so Grütter.

Über einen gekachelten See in verschiedenen Blautönen schreiten die Gäste auf einer hölzernen Brücke. Das künstliche Gewässer setzt einen willkommenen Farbtupfer in die Mitte der grün-dominierten Ausstellung. Fotografien der Essener Seen und Gewässer stehen auf Stelzen mittendrin.

Grabsteine engagierter Bürgermeister aufgestellt

Auch Grabsteine reihen sich im hinteren Teil aneinander. Sie wertschätzen die Bürgermeister Essens - Zweigert, Schmidt-Imhoff, Holle - die viele landschaftsplanerische Ideen umgesetzt haben.

Sie haben Ackerland an der Ruhr angekauft, Wälderangepflanzt und Friedhöfe in Form von Gartenanlagen gestaltet.

Fotografien stellen Bürgerprojekte vor

Einen Ausblick in die grüne Zukunft der Stadt Essen soll die Schau ebenfalls bieten. Fotografien einiger von rund 200 Bürgerprojekten, der vielen neu geschaffenen Plätze und Räume für Parkanlagen oder des kürzlich teilweise zum Baden freigegebenen Baldeneysees.

"Wir sind gerade am Anfang einer grünen Dekade", sagt Grütter zu diesemAusstellungsbereich.

Besucher können Luftbilder durch eine 3D-Brille betrachten

Es ist eine Familienausstellung, die mehr Freude an der Natur wecken soll. In einem abgegrenzten Studio können sich die Besucher an einem großen Bildschirm 3D-Foto-Serien mit Luftbildern von Essener Wäldern und Parks mit einer entsprechenden Brille anschauen.

Insgesamt bietet die Ausstellung spannende Blicke auf und tiefe Einblicke in die grüne Geschichte Essens.

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