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Emschertal-Museum Herne

Scherenschnitte zeigen ein Spiel aus Licht und Schatten

HERNE Am Anfang ist es nur eine Linie. Doch wenn immer mehr Linien dazukommen, formt sich ein Netz, aus dem schließlich ein Kunstwerk entsteht. Zipora Rafaelov und Ansgar Skiba teilen die Affinität zu netzartigen Strukturen, verarbeiten diese jedoch auf unterschiedliche Weise in ihren Arbeiten. Mehr als 20 Werke des Künstlerpaares sind derzeit im Rittersaal des Emschertal-Museums in Herne ausgestellt.

Scherenschnitte zeigen ein Spiel aus Licht und Schatten

Zipora Rafaelov versteht sich als Bildhauerin.

An weißen Stellwänden hängen Skibas Zeichnungen neben den Scherenschnitten (Cutouts) seiner Partnerin. Deren vorwiegend zurückhaltende Farbgebung fügt sich perfekt in die reduzierte Atmosphäre des Raumes ein.

Unzählige Details

Im Zentrum steht eine Installation von Zipora Rafaelov: In weiße Fäden, deren Anordnung an einen Webrahmen erinnert, scheinen kleine, weiße Holzfiguren wie eine Hand oder ein Ventilator zu schweben. Durch das von oben kommende Licht entsteht ein Schattenspiel. "Die Realität verschwindet. Und der Betrachter setzt sich mehr mit dem Schatten als mit dem Kunstwerk auseinander", erklärt die aus Israel stammende Künstlerin.

Gleiches gilt für ihre Scherenschnitte auf wie Glas wirkendem Pergament. Schatten entstehen hier durch die ausgeschnittenen Stellen. Man wird nicht müde, die unzähligen Details aus dem zunächst verworren wirkenden Netz aus Linien zu suchen.

Und nach anfänglicher optischer Überforderung lassen sich in "Neshika" (2012) alsbald eine Frau und ein Engel umgeben von Naturmotiven erkennen. Die Scherenschnitte sind bewusst als Raum konzipiert. Denn Zipora Rafaelov versteht sich als Bildhauerin und versucht, für den Betrachter immer eine gewisse Dreidimensionalität zu erzeugen.

Meer oder Gebirge

Ansgar Skiba (Foto) setzt sich in seinen Werken mit der Natur auseinander. Dabei formen sich aus immer dichter werdenden Linien weitläufige Landschaften, wie Meere oder Gebirge.

Seine Silberstiftzeichnungen entstehen in einem alchemistischen Prozess. Damit das metallische Silber auf Papier haften bleibt, muss dieses mehrfach grundiert und geschliffen werden. Auch nach der Fertigstellung verändert sich das Bild im Laufe der Zeit.

Denn sobald das Silber mit Sauerstoff in Berührung kommt (oxidiert), verändert sich die Farbe. "Sie wird bräunlicher, gewinnt mehr Tiefe und wird schöner", so Ansgar Skiba.

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