Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Im Kino

„The Justice League“ etabliert eine Heldenfamilie

Beim Wettrüsten im Superhelden-Film setzt nach Marvel („Avengers“) auch DC auf ein Team von Weltrettern, Batman mobilisiert jetzt „The Justice League“.

„The Justice League“ etabliert eine Heldenfamilie

Gleicht geht es gegen den titanischen Endgegner: Ezra Miller (als The Flash, l.), Ben Affleck (als Batman) und Gal Gadot (als Wonder Woman) vor dem finalen Kampf. „The Justice League“ startet Donnerstag im Kino. Foto: Warner Bros. Foto: dpa

Amerikas führende Comic-Konzerne liegen im Clinch, wenn es um den Kassenerfolg ihrer Kinospektakel geht und beobachten den Konkurrenten genau. Marvel legt meist vor, und DC zieht nach. Lange habe beide nur an den Effekten geschraubt und versucht, sich mit schneller, höher, lauter zu übertrumpfen. Trauriger Höhepunkt des Mega-Gedröhnes war „Batman vs. Superman“, wo DC zwei Paradepferde vor einen Karren spannte. Warum nicht gleich fünf, sechs Figuren, die ganze Riege ins Gefecht schicken, wie von Marvel längst vorgeturnt? Beim Comic-Heft ist das „Team-Up“ doch auch ein alter Hut?

Ben Afflecks Batman ist die treibende Kraft

Also trommelt Zack Snyders „The Justice League“ die Familie zusammen. Ben Afflecks Batman ist die treibende Kraft. Im Angesicht des Weltuntergangs (wieder von einem mächtigen Erzschurken aus dem All betrieben) alarmiert er Leute mit Superkräften, die er teilweise nicht kennt und mühsam finden und rekrutieren muss. Butler Alfred (Jeremy Irons) und seine allwissenden Suchmaschinen helfen ihm dabei.

Mit Wonder Woman (erneut hinreißend: Gal Gadot) ist Batman schon bekannt. Einen jungen Flitzer, der die Zeit anhält, während er sprintet, passt er in dessen Wohnung ab. The Flash (sehr sympathisch: Ezra Miller) ist sofort Feuer und Flamme: „Wow“ und „Cool“ jauchzt der kleine Fanboy. Endlich Superheld! Aquaman (Jason Momoa) will schwer bequatscht werden, bevor er zur Truppe stößt, ebenso die Menschmaschine Cyborg (Ray Fisher).

Eine geflügelte Armee

Dieses Quintett will dem Finsterling Steppenwolf und seiner geflügelten Armee den Garaus machen, die wie Heuschrecken über die Erde herfallen. Schwierig, schwierig. Der Gehörnte und seine Mottenmänner sind nicht zu bezwingen. Drei uralt-mythische Kisten von riesiger Energie muss der Steppenwolf sammeln, dann hat der blaue Planet verspielt. Ein verzweifeltes Scharmützel (die Tricks superb) bringt keinen Erfolg.

Was haben wir in „The Justice League“? Ein Bedrohungsszenario von der Stange. Kampfsequenzen und kosmisches Geraune wie gewohnt. Klingt nicht wirklich packend. Was den Film in die Gewinnzone hievt, ist die unterhaltsame Charakter-Chemie unserer Fünfertruppe. Jeder ist eine Marke für sich, das entwickelt mehr Pepp als der x-te Haudrauf-Stunt, bei dem die Erde wackelt.

Dann buddeln unsere Helden ein Loch auf dem Friedhof. Sarg auf für den Überraschungsgast. Sonst geht die Spannung nicht durch die Decke, aber das hier verblüfft. Es gab schon schlechtere Superhelden-Filme. Okay so.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Buchkritik

Annette Pehnt: „Lexikon der Liebe“

Nach dem „Lexikon der Angst“, das 2013 erschien, hat Annette Pehnt nun das „Lexikon der Liebe“ verfasst. Darin spielt die in Köln lebende Autorin alle Facetten der Liebe in Mini-Geschichten durch, erzählt von Glück und Schmerz, Hingabe und Verzweiflung.mehr...

Buchkritik

Thomas Elbel: „Der Todesmeister“

Es ist schon ein ungewöhnliches Trio, das da gemeinsam in einem brutalen Mordfall in der Bundeshauptstadt ermitteln soll. Der Halb-Asiate Ken, die türkischstämmige Begüm und der geheimnisvolle Viktor müssen sich zusammenraufen.mehr...

Nelly-Sachs-Preis

Poesie der Versöhnung

DORTMUND Der irakisch-kurdische Autor Bachtyar Ali erhielt den Nelly-Sachs-Preis. Bei der Feierstunde in Dortmund betonte er, dass er nicht nur Hüter der Sprache sei.mehr...

Buchkritik

Jean-Marc Ceci: „Herr Origami“

„Herr Origami“ heißt das poetische Buch von Jean-Marc Ceci. Doch der Japaner, der einst seiner großen Liebe nach Italien nachreiste, sie aber nicht fand, und mittlerweile in der Toskana lebt, heißt nicht Origami, auch wenn ihn die Dorfbewohner so nennen, sondern Meister Kurogiku.mehr...

Buchkritik

Xiaolu Guo: „Es war einmal im Fernen Osten“

Eine spannende autobiografische Erzählung hat Xiaolu Guo mit „Es war einmal im Fernen Osten“ geschrieben. Eine Geschichte, die aufzeigt, wie schwierig es ist, ein Leben zwischen zwei Kulturen, zwei Welten zu führen.mehr...