Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

"Unter deutschen Betten"

Veronica Ferres produziert ein Filmdesaster

DORTMUND Die Schauspielerin Veronica Ferres hat „Unter deutschen Betten“ gedreht. Hätte sie es mal gelassen. Man kennt das: Filme nach Erfolgsbüchern wollen einfach nur vom Vorbild profitieren.

Veronica Ferres produziert  ein Filmdesaster

Veronica Ferres und Heiner Lauterbach in der Filmgurke "Unter deutschen Betten".

Holger Schlageter schrieb so ein Erfolgsbuch unter dem Pseudonym Justyna Polanska, angeblich eine polnische Putzfrau, die den Dreck des Geldadels, für den sie arbeitet, nicht unter den Teppich kehrt, sondern in die Öffentlichkeit, so die Legende.

Ferres spielt ein Schlagersternchen

Wie dem auch sei. Veronica Ferres war Feuer und Flamme für die Verfilmung, gab Produzentengeld und übernahm die Hauptrolle. Nicht die Putzfrau: Das Drehbuch macht eine Schlagerdiva zur Zentralfigur von „Unter deutschen Betten“ (Regie: Jan Fehse). Ferres spielt Linda Lehmann, die einen Hit hatte und sich für einen Star hält.

Jahrmarkt der Eitelkeiten

Samt der Lettern LL auf ihrem Auto, samt der Arroganz einer blöden Ziege. Klingt nach Jahrmarkt der Eitelkeiten in der Schlagerbranche, entpuppt sich aber als peinliches Filmdesaster, das vor schalen Witzchen nur so wimmelt. Der Humor zieht die Register für Einfaltspinsel und Kindsköpfe, nicht eine clevere oder überraschende Pointe steckt drin. Dafür werden die Gags mit Polkaklang oder HipHop-Samples verziert und gedoppelt.

Vorhersehbare Handlung

Die Handlung ist jederzeit vorhersehbar, dabei so lebensfremd, dass die Groteske unter Papierrascheln längst abgedankt hat, bevor sie Wirkung zeigen kann. Linda, das Miststück, muss sich mit der Putzfrau (Magdalena Boczarska) ihres öligen Managers und Ex-Freundes arrangieren, den Heiner Lauterbach verkörpert: ein Typ wie eine Kreuzung aus den Flippers und Siegfried & Roy. Eine Knalltüte unter vielen. Linda lernt putzen und wird ein guter Mensch. Hammerstory. Und die Ferres wirkt im Glitzerkleid so fehl am Platze wie mit Gummihandschuhen.

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Neu im Kino

Tennisspiel der Titanen: McEnroe gegen „Eis-Borg“

Dortmund Sportlerdramen fürs Kino folgen einem bestimmten Muster. Vorstellung der Kontrahenten, oft böser Bube gegen Lichtgestalt. Ist die Persönlichkeit umrissen, schildert der Film den Weg der Akteure bis zum Moment des Duells: Ein besonderes spannendes liefern sich die Mimen Sverrir Gudnason und Shia LaBeouf in „Borg / McEnroe“.mehr...

Cineworld Lünen

Neue Lasertechnik liefert schärferen Filmgenuss

Lünen Die „Cineworld“ in Lünen hat einen sechsstelligen Betrag in eine hochmoderne Projektionstechnik investiert. Wir haben uns im Kinosaal angesehen, was die Filmfreunde von der High-Tech-Neuerung haben.mehr...

"American Assassin" im Kino

Milchbubi räumt die Welt auf

Mitch Rapp (Dylan O’Brien) ist ein junger Bursche, der das Leben an der Seite seiner Verlobten genießt. Als Terroristen seine Liebste ermorden, ist es vorbei mit seiner Normalverbraucher-Existenz. Durchglüht von Rachedurst stählt sich Mitch zur Kampfmaschine - im Kinofilm "American Assassin".mehr...

Neu im Kino

Biopic über Dalida bleibt ein Bilderbogen mit Musik

Den Franzosen, aber nicht nur denen, verkaufte sie ihre markante dunkle Stimme, ihre Schönheit und eine orientalische Exotik, die sie in ihrer Geburtsstadt Kairo aufgesogen haben mag, obwohl sie italienische Wurzeln hatte. Dalida (bürgerlich: Iolanda Cristina Gigliotti) war ein Star - jetzt erzählt ein Film ihre tragische Geschichte.mehr...

"Stern von Indien" im Kino

Geschichtsstunde mit Glamour und viel Gefühl

Delhi 1947. Scharen von Dienern wienern den Palast des britischen Vizekönigs. So glänzend die Böden schimmern, so edel das Mobiliar auch strahlt – der Lack ist ab über dem Juwel unter den Kolonien des Empires. Wie dramatisch die Kolonialzeit endete, davon erzählt der Film "Der Stern von Indien".mehr...