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Ballettgala in Dortmund

Weltstars zündeten ein Feuerwerk der Tanzkunst

DORTMUND Mit der Ballettgala in Dortmund ist es ein bisschen so, wie beim Schaulaufen nach einer Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft: Da präsentieren sich auch klassische Ballerinen und Tänzer gerne mit modernem, originellen Showtanz.

Weltstars zündeten ein Feuerwerk der Tanzkunst

Die „Moving Into Dance Mophatong“-Compagnie aus Afrika tanzte akrobatisch „Romeo und Julia“.

Dazu gehörten "Solitude", ein neues, sehr originelles Solo vom Dortmunder Solotänzer Mark Radjapov, ein wunderbarer Michael-Jackson-Tanz von Joseph Gatti und ein fulminantes Step-Solo von Steven MacRae.

Der Dortmunder Publikumsliebling aus Australien wirbelte in seinem "Tap" noch eindrucksvoller als einst Fred Astaire über die Bühne. - Ein Höhepunkt der Gala. Und auch die elegante, klassische Pirouetten-Königin Lucia Lacarra zeigte eine andere, moderne Seite im "Spiral Twist" mit Marlon Dino und originellen Hebefiguren.

Romeo und Julia aus Afrika

Bei der 22. Auflage des Treffens der Tanzelite sah das Publikum am Samstag und Sonntag im Dortmunder Opernhaus überwiegend zeitgenössischen Tanz. Und vor allem der zweite Teil, in dem Polina Semionova, Steven McRae und Lucia Lacarra hintereinander ein Feuerwerk an Tanzkunst zündeten, war Weltklasse.

Das Spannendsten des dreistündigen, wie gewohnt von Hannes Brock humorvoll moderierten Abends, war der Vergleich von zwei "Romeo und Julia"-Choreografien aus zwei sehr unterschiedlichen (Tanz-)Kulturen.

Das Solopaar der Mailänder Scala, Vittoria Valerio (früher Mitglied des Dortmunder Balletts) und Claudio Coviello, tanzte als junges und schon sehr ausdrucksstarkes Paar die Balkonszene aus der klassischen Choreografie von Kenneth McMillan. Und dann zeigte die "Moving Into Dance Mophatong"-Compagnie aus Afrika ihre wilde, akrobatische Version.

Der Ausschnitt war eine Uraufführung und brachte eine neue Farbe in die Gala. Mit der ganzen Choreografie von Jessica Nupen geht die Gruppe jetzt auf Tournee.

Sterbender Schwan

Klassischen Spitzentanz in Vollendung präsentierte Polina Semionova mit dem berühmten "Sterbenden Schwan" - zum Dahinschmelzen schön, allerdings sehr kurz. Eigentlich sollte die Russin noch einen Pas-de-deux mit ihrem Bruder Dimitri Semionov, der in Dortmund engagiert ist, tanzen.

Wegen Seminovas Trainingsrückstand nach einer Verletzung wurde der auf eine spätere Gala verschoben. Dafür kam "Don Quichotte" mit Iana Salenko vom Berliner Staatsballett und Steven McRae neu ins Programm - ein Tanztraum mit dem sprunggewaltigen Superstar.

Tote Katze

Das klassische Ballett repräsentierten auch Adiarys Almeida und Joseph Gatti mit dem Pas-de-deux des schwarzen Schwans aus "Schwanensee". Das war perfekt sauber getanzte, amerikanische Tanzkunst der beiden ehemaligen Stars des Boston Ballet.

Die Dortmunder Compagnie zeigte noch mal ihre humorvolle "Cacti"-Choreografie mit der toten Katze und zum Schluss die virtuose Uraufführung von Xin Peng Wang. Die 23. Gala beendet am 25. Juni die Saison.

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