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Osthaus-Museum Hagen

Yvonne van Acht geht mit Helden auf Reise

HAGEN Auf eine "Heldenreise" nimmt die Düsseldorfer Künstlerin Yvonne van Acht die Besucher ihrer Ausstellung im Osthaus-Museum in Hagen mit. Und in der umfangreichen Schau im Obergeschoss des Museums sind nicht nur die Motive der 41-jährigen und ihre Fantasie faszinierend, sondern vor allem ihre hervorragende, sehr präzise Zeichentechnik.

Yvonne van Acht geht mit Helden auf Reise

Eine Bildergeschichte mit colorierten Tuschezeichnungen auf Buchseiten von C. G. Jung erzählt die Künstlerin Yvonne van Acht. Der 40-teilige, spannende Zyklus „Heldenreise“ ist im Osthaus-Museum in Hagen zu sehen.

Von Carl Gustav Jung, dem Begründer der Analytischen Psychologie, hat sich van Acht zu einer 40-teiligen Bilderserie inspirieren lassen. Die im Erzgebirge geborene Künstlerin war auf der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen.

Sie ging nach Berlin, studierte in Maastricht, brauchte eine Auszeit, reiste nach Mexiko. Dort fand sie in einem Bücher-Tauschregal Jungs Buch "Erinnerungen, Träume und Gedanken". Sie las es, war fasziniert, nahm es mit und bemalte 40 Buchseiten.

Der Zyklus erzählt von der Reise eines Helden bis zur Erfüllung seines Auftrags. Jedes der 40, chronologisch an drei Wände gehängten Bilder erzählt eine Geschichte, die Jungs Text auf der entsprechenden Buchseite spiegelt.

Märchenhaft und magisch

Märchenhaft und reich an Mythen ist die fantasievolle Serie, in der Yvonne van Acht mit größter Akribie Figuren, Pflanzen und die Szenerie mit Tusche gezeichnet hat. Und irgendetwas von einem Helden und seinem Leben findet jeder Betrachter in einem der 40 Bilder wieder.

"Ein Held ist für mich jemand, der sich aufmacht, das Bestmögliche für sich selbst zu finden", sagt die Künstlerin. Und das kann auch tragisch enden. In ihrer 18-teiligen Serie von Tuschezeichnungen auf Öl sieht man Helden, die keine strahlenden Siegertypen sind.

Traurige Engel und ein ideales Paar

Auch in ihren großformatigen Ölbildern - die ebenfalls handwerklich exzellent sind und einen Pinselstrich wie Bilder der alten Meister haben - kauern traurige Engel, Gott Atlas schleppt schwer an einem Peace-Zeichen und ein Held steht auf einem Totenkopf.

Den Moment, in dem sich der junge Mann entscheiden muss, ob er sich einer neuen Aufgabe stellt und damit vielleicht zum Helden wird, hat Yvonne van Acht auf der Leinwand sehr symbolträchtig festgehalten. "So eine Entscheidung ist immer der Tod von Gewohnheiten und dem bisherigen Leben", sagt die Künstlerin.

Ein perfektes Heldenbild hängt auch in der tollen Ausstellung: Es heißt "Die Liebenden" - ein geflügeltes Paar, König und Königin, märchenhaft vereint, umkränzt von Rosen. Vollkommene Harmonie.

Drei weitere Ausstellungen

Am 11. Juni um 18.30 Uhr wird im Osthaus-Museum eine weitere Ausstellung eröffnet: Barbara Wolff zeigt Tuschearbeiten auf Japanpapier. Arbeiten von Kemal Seyhan sind in einem weiteren Raum noch bis 25. Juni zu sehen. Und die beliebte Mitmach-Schau "#participate" bleibt auch noch bis 4. Juni.

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