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Junge Opern Rhein-Ruhr

Zauberhafte Märchenwelt mit Trollen

DUISBURG Blumen, Krähe und Rentier singen und der Chor gurrt als Tauben in Käfigen. Es ist wieder märchenhafte Opernzeit bei "Junge Opern Rhein-Ruhr", der Kooperation der Rheinoper mit Dortmund und Bonn. Am Samstag wurde im Theater Duisburg als bereits dritte Produktion die Auftragskomposition "Die Schneekönigin" von Marius Felix Lange nach Hans Christian Andersens Märchen uraufgeführt.

Zauberhafte Märchenwelt mit Trollen

Szene aus der Kinderoper „Die Schneekönigin“

Tatjana Ivschina (Ausstattung) und Johannes Schmid (Regie) begeisterten mit einer fantasievollen wie üppigen und auch witzigen Inszenierung in Duisburg.

Langes "Schneekönigin" erzählt von den Kindern Gerda und Kay, die eng befreundet sind, bis Splitter aus dem Spiegel des bösen Deubeltrolls den Jungen treffen und ihn in der Folge alles Schöne als hässlich wahrnehmen und sein Herz gefrieren lassen. Als er daraufhin die Freundin verlässt und der Schneekönigin in ihr Reich folgt, macht sich Gerda auf, ihn zu befreien.

Gegensatz zu Andersens Märchen

Im Gegensatz zu Andersens Märchen wird die Oper nicht nur am Anfang von Trollen bevölkert: Die Fabelwesen bewegen hier die Requisiten, ziehen den Schlitten der Schneekönigin und stellen sich Gerda auf ihrer Reise wiederholt in den Weg.

Langes Musik ist kindgerecht modern mit schwärmerischem, filmsoundtrack-verdächtigem Überschwang im Orchester. Die Melodie von Kays Rosen-Arie "In einem fernen Garten" zieht sich als Leitmotiv durchs ganze Werk.

Gerda hat eine anspruchsvolle dramatische Sopranpartie zu bewältigen, die Schneekönigin ist eine böse "Königin der Nacht" mit halsbrecherischen Koloraturen. Die Arie der Krähe erinnert etwas an die Ballade von Klein-Zack aus der Offenbach-Oper "Hoffmanns Erzählungen".

Tolle Gerda-Darstellerin

Unter der musikalischen Leitung von Lukas Beikircher brillierten bei der Uraufführung vor allem Heidi Elisabeth Meier als Gerda, Adela Zaharia als Schneekönigin sowie die Duisburger Philharmoniker. Iryna Vakula konnte das Räubermädchen aufgrund eines grippalen Infekts nur mimen, für sie sang Maria Kataeva vom Bühnenrand.

 

Termine: 30.4., 8.5.; Karten: Tel. (0203)28362100. In wird "Die Schneekönigin"erst im Mai 2018 aufgeführt, dort ist aus der Bühnen-Kooperation ab 22. Mai 2016 "Ronja Räubertochter" zu erleben. 

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