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Basketball

Bruno Kemper sagt nach 17 Jahren bei der BG auf Wiedersehen

Dorsten Nach 17 Jahren ist nun Schluss. Bruno Kemper wird sein Amt als Vorsitzender der BG Dorsten am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung zur Verfügung stellen. Die Nachfolge ist aller Voraussicht nach geklärt.

Bruno Kemper sagt nach 17 Jahren bei der BG auf Wiedersehen

Es war eine seiner schwersten Stunden: Bruno Kemper (r.) verkündet 2007 den Rückzug der BG-Damen aus der Bundesliga. „Ich bereue die Abmeldung nicht, denn sonst wären wir irgendwann pleite gewesen“, sagt der scheidende Vorsitzende rückblickend. Foto: (A) Eggert

Der Basketball hat fast das gesamte Leben des heute 65-jährigen Bruno Kemper begleitet. Am Sonntag legt der langjährige Vorsitzende der BG Dorsten sein Amt nieder. Ein Nachfolger steht schon in den Startlöchern.

Er trat dem Verein, der damals noch als Basketballabteilung des BVH Dorsten firmierte, kurz nach der Gründung bei. Mit der Mannschaft stieg er von der Kreisklasse in die Regionalliga auf. Bis vor zehn Jahren ließ er es sich nicht nehmen, auch noch in der Oldie-Truppe der BG mitzuspielen. Er war bei den Gegnern gefürchtet, da man ihm nachsagte, dass er auch noch aus der Umkleidekabine träfe.

Schon früh hat sich Kemper auch um die administrative Seite des Sports gekümmert. Als der Verein noch in den Kinderschuhen steckte, hat er schon Engelbert Sanders, der das Dorstener Basketball quasi erfunden hat, zur Seite gestanden. Vor 17 Jahren hat er Sanders als Vorsitzenden beerbt: „Engelbert war die Arbeit damals zuviel geworden, das kann ich heute sehr gut nachvollziehen. Ich habe mich damals sicher nicht aufgedrängt, und es war auch nicht abzusehen, dass es so lange dauern würde.“

Das hätte auch nicht funktioniert, wenn nicht die gesamte Familie ebenfalls den Basketball im Blut gehabt hätte. Ehefrau Karin hat in der zweiten Bundesliga gespielt. Die Töchter Lena und Birthe gehörten zum erfolgreichen Erstliga-Team und der Europapokalmannschaft. Auch Sohn Bennet war in der Regionalliga aktiv. Kemper ist sich sicher: „Wenn meine Frau nicht so hilfreich hinter mir gestanden hätte, dann wäre meine Amtszeit schon viel eher beendet gewesen.“

In dieser langen Zeit gab es bei der BG gute und auch nicht so gute Zeiten. Unter seiner Führung wurden die Damen zu einem der stärksten Teams in Deutschland. Das beinhaltete aber auch schwere Zeiten: „Wir sind dreimal hinter Wasserburg Vizemeister geworden, das hat mich immer aus den Socken gehauen.“

Europapokal in Neapel
Der größte Erfolg der Basketballerinnen war der Pokalsieg 2004, als die Final-Four in der Juliushalle stattfanden. Unvergessen bleiben ihm auch die Auswärtsfahrten, die er im Europapokal mitgemacht hat: Neapel war großartig. In besonderer Erinnerung bleibt auch das Heimspiel gegen Fenerbahce Istanbul, als die Juliushalle mit weit über 1000 Zuschauern zum Bersten gefüllt war. Es gab aber auch Entscheidungen, die ihm Herzschmerzen verursachten. Ganz oben steht da der Rückzug der Damen aus der Bundesliga im Jahr 2007. Er ist sich sicher, dass es in einem anderen Fall zu einer Katastrophe gekommen wäre: „Wir hatten einen Etat von 500.000 Euro aufzubringen. Das war in jedem Jahr ein Kampf. Ich bereue die Abmeldung nicht, denn sonst wären wir irgendwann pleite gewesen.“ Ein weiterer Tiefschlag war die geplatzte Fusion mit dem BSV Wulfen, die gleich zweimal platzte. Zuletzt lag es an einem Mitgliederentscheid der Wölfe: „Die zweite Absage hat mich erschüttert, denn im Prinzip war schon alles klar.“

Die Nachfolge ist bereits geklärt, und wenn die Versammlung am Sonntag zustimmt, wird Thomas Klings (Foto) neuer Vorsitzender. Klings ist einer der wenigen, die als Seiteneinsteiger zur BG gefunden haben. Er hat schon im vergangenen Jahr viel Arbeit übernommen. Damit beginnt ein Umbruch: „Aus dem großen Mitarbeiterstamm, der mich immer bestens unterstützt hat und dem ich sehr dankbar bin, sind viele schon sehr, sehr lange dabei. Da wird es mittelfristig zu einer zwangsläufigen Erneuerung kommen müssen.“

Nicht aus der Welt
Bruno Kemper ist aber nicht aus der Welt, und wird seinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf die faule Haut will er sich nicht legen, denn der Diplom-Ingenieur und Landschaftsarchitekt steht noch voll im Beruf: „Ich werde Thomas auch in Sachen Kontaktpflege mit den Sponsoren und anderen wichtigen Dingen natürlich noch unterstützen.“ Dass viel Arbeit auf Klings zukommt, weiß Kemper am besten: „Ich könnte Bücher mit meinen Erlebnissen füllen und es war eine schöne Zeit. Aber jetzt bin auch froh, wenn ich mal eine ruhigere Kugel als den Basketball schieben kann.“

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