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Fußball

Aufregung um Dorstfelder Spielabbruch beim Stand von 0:5

DORTMUND Der erste Schnee sorgte am vergangenen Wochenende für etliche Spielabsagen in Dortmunds Amateurfußballligen. Auch vor der Bezirksliga-Partie zwischen dem Holzwickeder SC und dem SC Dorstfeld scheint es Diskussionen um die Bespielbarkeit des Platzes gegeben zu haben. Am Ende wurde gespielt - aber nur bis zur 82 Minute.

Aufregung um Dorstfelder Spielabbruch beim Stand von 0:5

Nach 82 Minuten ging der SC Dorstfeld am Sonntag geschlossen von diesem Kunstrasenplatz. Foto: Michael Neumann

Am Sonntag gegen 14.45 Uhr, noch vor dem Anpfiff der Bezirksligapartie seines Dorstfelder SC bei der zweiten Mannschaft des Holzwickeder SC, gibt DSC-Trainer Peter Brdonkalla die Verantwortung für seine Spieler an den Schiedsrichter ab: „Wenn wir hier spielen, sind Sie für Verletzungen meiner Spieler verantwortlich, egal ob beim Warmmachen oder in der 67. Minute.“

Ohnehin viele Verletzte

Der Kunstrasenplatz beim Holzwickeder SC sei nach dem Schneefall am Morgen und den beiden Jugendspielen im Vorfeld der Partie nicht bespielbar gewesen. „Mit Wettkampfbedingungen hatte das nichts zu tun“, sagt Brdonkalla. Der Dorstfelder Trainer hat eine Misere mit mehreren Langzeitverletzten wie Bastian Erzen (Kreuzbandriss) oder Damian Sylvester (Handgelenksbruch) zu managen und ist entsprechend vorsichtig.Für ihn steht eigentlich fest: Wir spielen hier heute nicht.

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Das Problem: Sowohl Schiedsrichter Masoud Saleh als auch der Holzwickeder Trainer Olaf Pannewig sind anderer Meinung. „Meine Jungs wollten spielen“, sagt Pannewig. Auch Tim Harbott, sportlicher Leiter der Holzwickeder sagt: „Der Platz war nicht in allerbestem Zustand, aber alle haben sich vor dem Spiel in die Augen geschaut und dann gesagt: Wir spielen.“ Brdonkalla hat diese Meinungsfindung anders erlebt. Aus seiner Sicht waren sich beide Teams mit dem Schiedsrichter einig, nicht zu spielen, „dann hätten wir alle einen schönen Sonntag gehabt.“

Einigung - ja oder nein?

Doch dann habe es plötzlich eine Ansage aus den Reihen der ersten Holzwickeder Mannschaft gegeben, die in der Westfalenliga spielt. Vier Spieler waren für die Zweite abgestellt, einige hätten eine lange Anreise gehabt, deshalb sollte gespielt werden, glaubt Brdonkalla: „Da war die Einigung vom Tisch.“ Eine Einigung allerdings, die es, so äußern es Trainer und Vorstand der Holzwickeder unabhängig voneinander, genauso wenig gegeben habe, wie die Ansage aus dem Westfalenliga-Team.

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Fakt ist aber: Die Dorstfelder traten an – und waren chancenlos. Das gibt auch Brdonkalla zu: „Holzwickede war ganz klar besser.“ Doch als Semih Akdeniz beim Stand von 0:5 in der 81. Minute nach einem Foul unglücklich auf dem Rücken landet und laut Brdonkalla „Taubheitsgefühle im Bein und ein Kribbeln im Nacken“ spürt, werden die Befürchtungen des Dorstfelder Trainers Realität. Brdonkalla beordert seine Mannschaft in die Kabine. „Wir sind Amateurfußballer“, sagt er und zitiert ungesagt den alten Kreisliga-Spruch, dass alle am Montag wieder arbeiten müssten. Die Blessur von Akdeniz stellt sich glücklicherweise als nicht so dramatisch heraus. Ein angeforderter Rettungswagen fährt unverrichteter Dinge von dannen.

Brdonkalla ist es wichtig, zu betonen, dass es ihm mit der vorzeitigen Beendigung – das Spiel wurde mit 0:5 gewertet – ums Prinzip geht. „Das Ergebnis war zweitrangig.“ Er wäre auch bei einer 1:0-Führung vom Platz gegangen? „Ja.“ Beim HSC haben sie da so ihre Zweifel. „Hinterher“, sagt Tim Harbott, „kann man das immer behaupten.“

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