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Boxen

Christina Hammer verteidigt ihre Titel souverän

Dortmund Das war eine klare Sache für die 27-jährige Christina Hammer. Die Dortmunder Box-Weltmeisterin hat ihre Titel im Mittelgewicht nach Version der WBC und WBO eindrucksvoll verteidigt. Hammer besiegte in München Gifty Amanua Ankrah aus Ghana durch K.o. am Ende der 4. Runde. Ihre Gegnerin aus Ghana fiel eher durch ihren wuchtigen Körper auf. Die kommende Konkurrentin ist aber nicht beeindruckt.

Christina Hammer verteidigt ihre Titel souverän

Christina Hammer hatte leichtes Spiel in München und verteidigte ihre beiden Titel. Foto: Nils Foltynowicz

Ein echter Maßstab war die Afrikanerin allerdings nicht. Dafür war die Dortmunderin einfach in allen Belangen und von der ersten Minute an hoch überlegen. Für die damit in 22 Kämpfen ungeschlagene Dortmunderin war es der zehnte vorzeitige Erfolg ihrer Karriere.

War Gifty Amanua Ankrah nun so schwach, oder Christina Hammer einfach extrem stark? Es kam wohl beides zusammen, anders war die einseitige Vorstellung kaum zu erklären. „Sie war eine harte Kämpferin“, sagte Hammer über die 36-Jährige aus Ghana, die mit ihren 1,68 Metern erst gar nicht in die Nähe der 1,80 Meter großen Hammer kam und zudem wenig austrainiert wirkte.

Nicht besonders stark

Was die Dortmunderin allerdings etwas relativierte. „Sie war natürlich nicht besonders stark, aber auch nicht so schwach, wie es vielleicht aussah. Und auch gegen solch eine Gegnerin muss man erst mal gewinnen“, so Hammer, die ihrer Gegnerin ein gutes Stehvermögen attestierte. „Sie hat gut was weggesteckt. Ich habe noch nie so einen harten Kopf gefühlt. Meine Hände waren ziemlich lädiert. Deshalb war es ein guter Test und ein schönes Warm-Up für meinen Trip in die USA. Ich schaue jetzt nach vorne und zu den bevorstehenden Kämpfen dort. Ich hoffe, Claressa Shields hat den Kampf gesehen und weiß jetzt, was auf sie zukommt.“

Dortmund Am Samstag steigt Christina Hammer wieder in den Ring. Für sie geht es um die Verteidigung ihrer beiden Titel (WBO, WBC). Gegen Gifty Amanua Ankrah ist die 27-Jährige klar favorisiert. Nach dem Gefecht gegen die Ghanaerin will die Dortmunderin noch höher hinaus. Kämpfe in Übersee warten auf Hammer.mehr...

Hat sie. Denn nur wenige Minuten nach dem Ende des Kampfes in München reagierte die US-Amerikanerin Shields in den sozialen Medien. „Ich bin nicht beeindruckt“, schrieb Shields, die in den USA das Bild des Frauenboxens verkörpert. Für 2018 und 2019 hat Hammer unter anderem Duelle gegen die Weltmeisterin im Supermittelgewicht geplant.

Den Kampf in München am Wochenende konnte man indes schnell abhaken. Vier Runden lang war Christina Hammer hoch überlegen, spielte ihren Größenvorteil und auch ihre Reichweite perfekt aus, zeigte sich von Trainer Dimitri Kirnos bestens vorbereitet, technisch stark und kombinationssicher.

„Keine Zeit zum Atmen“

„Ich wollte den Kampf so schnell wie möglich beenden, wollte ihr keine Zeit zum Atmen lassen und habe meine rechte Gerade gut einsetzt“, erzählte die Dortmunderin, die den Kampf unterm Strich als gute Vorbereitung für die anstehenden Kämpfe in den Vereinigten Staaten sah. „Wichtig war, dass Christina ihre Gegnerin K.o. geschlagen hat. Das ist wichtig für die USA und wird dort aufmerksam verfolgt“, kommentierte Hammers Manager Harald Pia den Ausgang nach vier Runden.

Bevor es im Sommer 2018 und danach im Frühjahr 2019 gegen die Doppel-Olympiasigerin Claressa Shields in den Ring geht, bestreitet Christina Hammer am 12. Januar noch einen Kampf in New York. Die Gegnerin steht noch nicht fest. „Jetzt trete ich erst mal etwas kürzer und pflege meine lädierten Hände.“

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