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Handball: Landesliga

HSG und HVE treffen in gleicher Liga aufeinander

SCHWERTE Wenn am Samstag die Landesligasaison 2017/18 startet, ist dies aus Schwerter Sicht der Auftakt zu einer Premiere. Noch nie haben die ersten Herrenmannschaften der HSG Schwerte/Westhofen und der HVE Villigst-Ergste gemeinsam in derselben Liga gespielt. Im Interview sprechen die Verantwortlichen der Teams über die neue Spielzeit.

HSG und HVE treffen in gleicher Liga aufeinander

Im Kreispokal im Januar trafen die HSG Schwerte Westhofen mit Alexandr Denissov (rechts) und die HVE Villgist-Ergste mit Johannes Stolina (links) auch schon aufeinander.

Nach dem Aufstieg der Villigst-Ergster ist es nun aber so weit – Grund genug, mit Peter Hengstenberg (in Vertretung für den erkrankten HSG-Coach Kai Henning) und Dirk Mimberg, der gemeinsam mit Thorsten Stange in die zweite Saison als HVE-Trainergespann geht, ein Doppelinterview zu führen. 

Vor dem ersten Spiel in Olpe (HSG) und Warstein (HVE) – was darf man von Ihrer Mannschaft in der neuen Saison erwarten? Hengstenberg: Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Und wir wollen die Weiterentwicklung junger Spieler wie Niklas Linnemann, Mico Tessarek und Tim Schlütz vorantreiben.

Mimberg: Erstmal sind wir froh und glücklich, in der Landesliga spielen zu dürfen. Wir wollen den Leistungssprung möglichst schnell schaffen und uns in der höheren Liga etablieren. 12 von 15 Spielern des Kaders sind Jahrgang 1996 bis 98. Wir setzen weiter auf die Talente und wollen mit schnellem und attraktivem Spiel beweisen, dass wir mithalten können.

Was hat sich personell im Vergleich zur Vorsaison getan? Hengstenberg: Mit Sebastian Emde hat unser langjähriger Torwart aufgehört. Ich denke aber, durch Mike Krüner aus Wellinghofen haben wir ihn gleichwertig ersetzt. Mit Christopher Kämper haben wir einen Neuzugang aus Werdohl, der mit Tim Decker ein gutes Gespann am Kreis bilden wird. Jonas Heidemann hat uns in Richtung Volmetal verlassen. Auf der rechten Seite haben wir für ihn mit Mico Tessarek einen Spieler aus der eigenen Jugend, der sicher noch Zeit braucht, aber gute Fortschritte macht. Schön wäre es natürlich, wenn Sönke Brass nicht nur die ersten beiden Spiele für uns machen könnte – aber danach sieht es leider nicht aus. Insgesamt haben wir eine eingespielte Mannschaft.

Mimberg: Nach dem erhofften Aufstieg aus der Bezirksliga bleibt das junge Team auch in seiner zweiten Saison im Kern zusammen. Jonas Mag steht wegen seines Australien-Aufenthaltes in dieser Saison vermutlich nicht zur Verfügung, Jannik Lehmann tritt kürzer und geht in die Zweite. Dafür kommen aus der Oberliga-A-Jugend Marc Licha, Jannis Mimberg und Torwart Maurice Rolfsmeyer hinzu.

Sie haben sich bestimmt auch über die Konkurrenz informiert. Mit welchen Teams ist da zu rechnen? Hengstenberg: Ich rechne mit Hombruch und Schwelm. Gespannt darf man auf die Mendener Zweite sein und auf Bösperde, das einen Torwart aus der Oberliga dazubekommen hat. Ich denke aber, dass wir uns vor keinem Gegner der Liga zu verstecken brauchen, wenn wir unser Spiel aufziehen können.

Mimberg: Ich habe Hombruch und Bösperde auf der Rechnung. Und auch Schwelm – zumindest haben sie von sich selbst gesagt, dass sie unter die ersten Drei wollen. Insgesamt erwarte ich eine sehr ausgeglichene Liga. Wenn´s gut läuft, können wir vielleicht ins obere Drittel. Aber wenn es blöd läuft, ist man auch ganz schnell unten drin – siehe Letmathe, das in der vergangenen Saison mit 21 Punkten abgestiegen ist.

Nun gibt es erstmals das Schwerter Lokalduell um Landesliga-Punkte. Ist dieses Derby etwas Besonderes oder wird es ein Spiel wie jedes andere? Hengstenberg: Wir werden uns jedenfalls genauso akribisch darauf vorbereiten wie auf jedes andere Spiel. Und wir hoffen natürlich auf einen anderen Ausgang als im Pokal (im Januar gewann die HVE mit 36:30). Ich denke, dass sich alle Spieler schon jetzt auf die beiden Derbys freuen. Das wird sicher eine Werbung für den Schwerter Handball, und die Halle wird definitiv voll sein.

Mimberg: Ich glaube schon, dass es etwas Besonderes ist. Aber der Spielplan sorgt ja dafür, dass das Derby vorläufig noch kein Thema ist – der 13. Januar ist noch weit weg.

Wie ist Euer Verhältnis untereinander? Hengstenberg: Das ist völlig in Ordnung. Ich glaube nicht, dass das Derby einen unschönen Beigeschmack bekommen wird. Von mir aus können beide am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen. Wenn wir dann vor der HVE sind, ist alles in Ordnung (lacht).

Mimberg: Ich kann nur sagen, dass wir als Trainer ein absolut unbelastetes Verhältnis zur HSG haben.

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