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Boxen

Ilias Essaoudi kämpft auf der Großen Freiheit

Dorsten Große Freiheit, Hamburg. Schon der Veranstaltungsort atmet Boxgeschichte. Ilias Essaoudi aus Dorsten will hier am Sonntag den nächsten Schritt in seiner Boxkarriere machen. Doch sein Gegner ist ein harter Brocken.

Ilias Essaoudi kämpft auf der Großen Freiheit

2011 verliert Kassim Ouma (r.) den Kampf um den WBA-Weltmeistertitel im Mittelgewicht gegen den Kasachen Gennady Golovkin (l.). Am Sonntag tritt der Mann aus Uganda in Hamburg gegen den Dorstener Ilias Essaoudi an. DPA Foto: picture alliance / dpa

Kassim Ouma war schon da, wo Ilias Essaoudi erst noch hin will. Der 38-Jährige aus Uganda kämpfte für die großen Verbände, im Madison Square Garden in New York oder im Caesar‘s Palace in Las Vegas. Aus jener Zeit stammt auch sein Beiname: Kassim The Dream. Und ein Weltmeistertitel der renommierten International Boxing Federaiton IBF. Damals schlägt Ouma, der als Kind von Rebellen entführt wurde und als Kindersoldat im ugandischen Bürgerkrieg kämpfen musste, den US-Amerikaner Verno Phillips nach Punkten. Ouma lässt ein regelrechtes Schlaggewitter auf seinen Gegner niedergehen. 1331 Schläge sollen es in den zwölf Runden gewesen sein. Ilias Essaoudi ist also gewarnt.

Der Kampf in Hamburg soll für den Dorstener ein weiteres Empfehlungsschreiben für höhere Aufgaben werden. Er kommt zwar als Weltmeister in die Große Freiheit. Doch er weiß, dass der Titel der World Boxing Union (WBU) den Vergleichen mit denen der großen Verbände wie das World Boxing Council (WBC), die World Boxing Association (WBA) oder eben die IBF, nicht standhält. Und genau für diese Verbände will Ilias Essaoudi kämpfen. Der Weg dorthin führt über Kassim Ouma.

Der hat in den Jahren nach seinem Weltmeistertitel viel durchgemacht. Schon 1998 hatte er in den USA politisches Asyl gesucht, seitdem steht er im Fadenkreuz der Machthaber seines Heimatlandes. Als er 2015 endgültig nach Uganda zurückkehrt, merkt er schnell: „Die Regierung hasste mich noch immer.“ Ouma flieht erneut. Diesmal nach Deutschland. In München lebt er in einem Flüchtlingsheim. Mit Boxen will er sich eine neue Existenz aufbauen. Er bestreitet drei Kämpfe, in Polen, Ruanda und St. Petersburg. Zweimal verliert er, einmal gewinnt er. Sein nächster Gegner: Ilias Essaoudi.

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