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Rudern

Osborne landet Rekordsieg

DORSTEN Der Dorstener Leichtgewichts-Ruderer Jason Osborne hat den 31. Armadacup bei Bern in neuer Rekordzeit gewonnen. Die Ruderregatta auf dem Schweizer Wohlensee gilt aufgrund der außergewöhnlichen Streckenlänge von neun Kilometern und vielen schwierigen Kurven als anspruchsvollste Regatta der Welt. Osborne bewältigte die außergewöhnliche Herausforderung am vergangenen Samstag mit seinem Einer in neuer Bestzeit von 31:53,90 Minuten.

Osborne landet Rekordsieg

Jason Osborne (l., hier bei der WM in Florida) hat mit seinem Sieg beim Armadacup in der Schweiz für Furore gesorgt. (a) seyb Foto: Leistner, Andreas

Dabei ließ der 23-Jährige vom Mainzer RV im hochklassig besetzten und 189 Teilnehmer starken Feld unter anderem vier Olympiasieger, zwölf Olympiamedaillen-Gewinner und zwei neuseeländische Weltklasse-Skuller hinter sich. Auf der Zielgeraden hatten weder der Olympia-Zweite von Rio 2016, der Kroate Martin Damir noch Leichtgewichts-Weltmeister Paul O’Donovan (Irland) oder der Skiff-Weltcupgesamtsieger Nico Stahlberg (Schweiz) eine Chance gegen den jungen Wulfener. Auch den Olympiadritten Olaf Tufte (Norwegen) und sogar den zweifachen Olympiasieger und fünffachen Weltmeister aus Neuseeland, Mahé Drysdale, ließ Osborne hinter sich.

Von Vorteil war dabei auch sein Startplatz in der ersten Reihe an Position zwei auf der linken Seite, da die erste Kurve der Regatta eine Linkskurve war.

Ob er zum vierten oder fünften Mal beim Armardacup gestartet war, konnte der Sieger gar nicht sagen. Dafür war er mit klaren Zielvorstellungen ins Rennen gegangen: „Einmal habe ich schon den dritten Platz erreicht. Letztes Jahr wurde ich hier Zweiter. Ich wollte unbedingt gewinnen, der erste Platz war also mein Ziel.“ Er wusste aber auch um die namhafte Konkurrenz: „Dieses Jahr waren wieder viele Top-Leute dabei. Viele sind aber nach der WM nicht mehr in Form. Um dieses harte Event zu gewinnen, brauchst du eine gute Taktik und eine gewisse Restfitness.“

Osborne selbst hatte nach der WM Ende September nur eine Woche Urlaub in Florida gemacht. Eine weitere Woche hielt er sich mit Rennradfahren auf Mallorca fit.

Das Rennen auf dem Wohlensee war bis zur Zielgeraden äußerst spannend: Drei Kilometer vor dem Ziel überholte der irische Leichtgewichts-Weltmeister und Olympiazweite Paul O’Donovan den auf Platz zwei liegenden Osborne. Der Dorstener erkämpfte sich wenig später den zweiten Platz zurück. Vorneweg fuhr allerdings noch der kroatische Olympiazweite Martin Damir. Nach einer Rechtskurve zwei Kilometer vor dem Ziel, die der Kroate mit seinem Einer nicht optimal nahm, sah Osborne die Chance, die Führung zu übernehmen: „Auf einmal tat sich da eine Lücke auf. Ich musste jetzt vorbei fahren oder nie.“ Mit zehn Schlägen war er gleichauf, nach den nächsten zehn dann schon eine Länge vor dem Kroaten. „Dann bin ich per Kampflinie ins Ziel gefahren.“ Dieser Schlüsselmoment entschied das Rennen und so kam Osborne mit neuer Rekordzeit und 17 Sekunden Vorsprung auf Damir ins Ziel.

Stolz auf die neue Bestzeit
„Natürlich macht mich diese neue Rekordzeit stolz. Sie bestätigt auch meine Form. Momentan fühle ich mich einfach fit“, sagte der Sieger.

Osborne hat sein Training umgestellt, ging bei der WM mit einem neuen Partner an den Start und sieht sich momentan auf dem „richtigen Weg“.

Im Winter stehen für ihn keine weiteren Regatten mehr an. Auf dem Ergometer möchte er Bestzeit fahren und die Langstrecke gewinnen. Bei dem Schwergewichtswettbewerb in Dortmund tritt er als Leichtgewicht an und möchte wie im letzten Jahr gewinnen. Den Winter will er nutzen, um individuell stärker zu werden und sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

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