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Poolbillard

Stefan Nölle fährt über 1000 Kilometer für den Titel

Bad Wildungen. Stefan Nölle vom PBC Schwerte sicherte sich bei den Deutschen Meisterschaften im nordhessischen Bad Wildungen den Titel im 8-Ball. Der Weg zu seiner ersten Meisterschaft glich allerdings einer Odyssee.

Stefan Nölle fährt über 1000 Kilometer 
für den Titel

Stefan Nölle vom PBC Schwerte wurde in Bad Wildungen neuer Deutscher Meister im 8-Ball. Foto: Billardmagazin Touch

Stefan Nölle vom PBC Schwerte ist erstmals Deutscher Meister im Poolbillard. In der Disziplin 8-Ball holte der 27-Jährige am Mittwoch im nordhessischen Bad Wildungen mit einem 8:6-Finalsieg gegen Routinier Martin Poguntke (55, PBSG Wolfsburg) den Titel. Unter welchen Bedingungen der ehemalige Junioren-Europameister und WM-Dritte zu diesem Triumph gelangte, klingt schon fast unglaublich.

Nölle hatte Hotel-Probleme. Seine zunächst gebuchte Herberge stellte sich als unbewohnbar heraus, eine neue war in Kürze nicht zu finden. In der Not fuhr er nach seinem 6:2-Auftaktsieg gegen Ferdinand Diers (Ronsdorf) am Sonntag zwischenzeitlich nach Hause – eine Strecke von rund 170 Kilometern und zwei Stunden Fahrzeit. In der Hektik vergaß er dann sein Queue zu Hause und trat erst mit dem geliehenen Queue von Julienne Wolf an. Damit kam er aber überhaupt nicht zurecht, lieh sich während eines Time-Outs beim Queue-Verkauf vor Ort ein anderes Modell, musste sich jedoch Mirko Albrecht (Lübeck) mit 5:6 geschlagen geben und in die Verliererrunde.

Eine Medaille als Ziel
So musste Nölle nach erneuter Heimfahrt am Dienstag bereits um 9 Uhr ran, machte aber mit einem 6:3 gegen Daniel Schneider (Dresden) den Einzug ins Achtefinale perfekt. Hier ließ er Hannes Stiller (Halle) mit 6:4 hinter sich und kämpfte gegen Tim Görgen (Brotdorf) um eine Medaille. Nach 0:2-Rückstand kam er immer besser in die Partie, führte mit 4:2 und 7:4 und brachte das Match mit 8:6 nach Hause – Bronze war sicher. „Ich hatte mir eine Medaille zum Ziel gesetzt – ein humanes Ziel. Danach kann man dann befreit aufspielen“, erzählt Nölle.

Und dies tat er dann auch. Im Halbfinale gegen Johannes Halbinger (Dachau) lief es „fast perfekt“, so Nölle. Auf 6:0 zog er davon und gewann sicher mit 8:2 – das Finale war gebucht.

Doch vorher ging es wieder nach Hause – Nölle legte insgesamt über 1000 Kilometer für den Titel zurück. Am Finaltag verschlief der Westfalenmeister dann noch und kam erst auf den letzten Drücker an. Die Partie hatte er aber dennoch im Griff. Bei 7:5 hatte Nölle den ersten Matchball, blieb aber nach einem Stellungsfehler an der Tasche hängen – so kurz vor dem Ziel. Bei 7:6 konnte er den Sack aber zumachen und mit einem lauten Schrei entlud sich die Anspannung.

Filler nach New Jersey

Dagegen waren es nicht die Titelkämpfe des vierfachen Deutschen Meisters Joshua Filler. Der 20-jährige Spitzenspieler des PBC war nur in zwei Disziplinen dabei, da er am Wochenende bei einem Einladungsturnier in New Jersey (USA) am Start ist. So kann er seinen Titel im 9-Ball nicht verteidigen. Nach dem sensationell frühen Aus im 14/1-endlos, lief es auch im 8-Ball nicht viel besser. Nach der 3:6-Auftaktniederlage gegen Tim Goergen (Brotdorf) spielte er sich zwar mit zwei Siegen gegen Marcus Rohe (SG Johannesberg, 6:4) und Tobias Hoiß (Fortuna Straubing, 6:1) in der Verliererrunde noch ins Achtelfinale vor. Dort ereilte den China-Open-Champion aber gegen Christian Brehme (BSF Kurpfalz) mit 3:6 das Aus.

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