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Sportschießen

Volltreffer – auch ohne Punkte

Raesfeld Die Luftpistolenschützen der Sportschützen Raesfeld erwiesen sich beim ersten Bundesliga-Heimwettkampf ihrer Vereinsgeschichte als hervorragender Gastgeber. Zu ihrem Leidwesen nicht nur in organisatorischer Hinsicht.

Volltreffer – auch ohne Punkte

Auf zwei Leinwänden konnten die Zuschauer jeden Schuss live verfolgen. lücke

Sportlich hätte es besser laufen können für die Luftpistolenschützen der Sportschützen Raesfeld. Beim ersten Bundesliga-Heimwettkampf der Vereinsgeschichte verloren sie am Wochenende beide Duelle und verpassten damit den vorzeitigen Klassenerhalt.

Dass es am Sonntag gegen den SV Kriftel zu einer Überraschung reichen würde, hatten selbst die kühnsten Optimisten im Raesfelder Lager nicht erwartet. Aber gegen den SV Schirumer Legmoor sollten die Punkte am Samstag eigentlich in Raesfeld bleiben. Eigentlich. Doch unter dem Druck des Siegenmüssens versagten den Raesfeldern teilweise die Nerven.

Auf ihre Nummer 1, Jan Brückner, konnten sich die Gastgeber verlassen. Der 25-Jährige punktete gegen Eike Frerichs mit 379:373 Ringen. Zwischenzeitlich sah es auch schon nach einem klaren Sieg aus, Raesfeld führte 4:1, doch dann nahmen die vier verbliebenen Einzelduelle eine dramatische Wende − mit unglücklichem Ende für Raesfeld.

Michael Peirick musste sich an Position 2 mit 369:370 hauchdünn geschlagen geben. Oliver Zollitsch hielt mit einem ebenso knappen 364:362 an Position 3 dagegen. Als Sven Brückner sich an Position 5 mit 353:359 Ringen geschlagen geben musste, hing alles vom Ausgang des Duells von Sebastian Vosskühler ab, und das ging nach einem 370:370 ins Stechen.

„Hätte Sebastian da ein wenig gewartet, hätte er gesehen, dass sein Konkurrent nur eine Acht geschossen hat“, haderte Raesfeld Teammanager mit dem Ablauf und dem Ausgang des Stechens. Denn Vosskühler wartete nicht, drückte nur kurz nach dem Legmoorer ab und schoss eine 7,9.

Da die SG Teutoburger Wald im Fernduell mit Raesfeld auch noch gegen den Tabellenletzten Pier2000 gewann, rutschten die Raesfelder auf den neunten Tabellenplatz ab und haben nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Trotzdem herrscht im Raesfelder Lager Zuversicht, dass es mit dem anvisierten Klassenerhalt klappt. „Wir müssen ein wenig auf die anderen Ergebnisse schauen und es zählt jetzt jeder Einzelpunkt“, sagte Rolf Klinger, aber Trainer Jan Brink ergänzte: „Ich bin sicher, dass es reicht.“

Organisatorisch hatten die Raesfelder in der Sporthalle „Zum Michael“ alles im Griff. Nur einmal geriet Rolf Klinger ins Schwitzen, als beim Training am Samstag das Licht in der Halle ausfiel. Das war aber schnell behoben und die Gastgeber durften sich über ein ebenso reibungsloses wie stimmungsvolles Wochenende freuen.

Der zweite Wettkampf gegen den SV Kriftel war da am Sonntag das passende Bonbon. Gegen den Tabellenzweiten um Olympiasieger Christian Reitz konnten die Gastgeber ohne jeden Druck antreten. Nadine Schröer und Sven Brückner schnupperten dabei erstmals Erstliga-Luft, und auch wenn es am Ende erwartungsgemäß 0:5 hieß, feierten die Zuschauer jeden guten Schuss ihres Teams.

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