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Fahndung nach Täter läuft

25-Jähriger aus NRW in Bremer Supermarkt erschossen

BREMEN Gegen 10 Uhr krachen am Donnerstag mehrere Schüsse in einem Bremer Rewe-Supermarkt. Ein 25-Jähriger aus NRW wird mehrmals getroffen. Er stirbt kurze Zeit später im Rettungswagen. Die Fahndung nach dem Täter läuft auf Hochtouren.

25-Jähriger aus NRW in Bremer Supermarkt erschossen

Polizei und Mitarbeiter der Spurensicherung stehen am Donnerstag in Bremen-Gröpelingen vor dem Eingang eines REWE-Supermarkts. Foto: dpa

„Wir können im Moment nicht mehr sagen“, erklärt der Polizeisprecher ein ums andere Mal - auch unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründe. Die Mordkommission ermittelt.

Auch am späten Nachmittag ist der Parkplatz vor dem Rewe-Markt noch großflächig mit rot-weißem Flatterband der Polizei abgesperrt. Auf der anderen Seite des Parkplatzes liegt eine Autowaschstraße, dahinter eine Tankstelle. „Ich war arbeiten“, sagt ein Nachbar achselzuckend. Und auch der Mann im kleinen Gartencenter daneben hat nichts gehört. Einige Männer stehen rauchend auf dem Bürgersteig. Keiner weiß, was passiert ist.

Opfer ist 25-Jähriger aus NRW

„Die Schüsse fielen im Eingangsbereich des Rewe-Supermarktes“, sagt der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Die Identität des Opfers sei bekannt. Der 25-Jährige stamme aus Nordrhein-Westfalen. Woher genau? „Dazu mache ich keine Angaben“, so Passade. Zur Tatwaffe könne noch nichts mitgeteilt werden.

Es gibt eine Video-Aufnahme bei Youtube, in dem eine aufgelöste junge Frau über das Geschehen berichtet. „Ich hatte Todesangst“, sagt die Augenzeugin, die vor allem eins wollte: ihre kleine Tochter schützen. „Es hätte alles passieren können.“

Opfer und Täter kannten sich laut Polizei

Nach Angaben der jungen Frau brüllten sich Täter und Opfer an. Man habe aber nichts verstehen können. „Das waren keine Deutschen“, vermutet die Frau. Zur Nationalität wollen sich am Donnerstag weder Polizei noch Staatsanwaltschaft äußern. In einer später veröffentlichen Pressemitteilung heißt es nur: „Nach ersten Erkenntnissen kannten sich Täter und Opfer.“ Ein terroristischer Hintergrund werde ausgeschlossen. Schon zuvor hatte die Polizei erklärt, es gebe keine Hinweise für eine Gefährdung der Bevölkerung.

Vor Ort sichern die Ermittler Spuren. Der Supermarkt liegt in einem Gewerbe- und Wohngebiet in Oslebshausen, drei Gehminuten entfernt vom Bahnhof. Das Viertel gehört zum Bremer Ortsteil Gröpelingen und ist wegen der Hafennähe eher ein klassisches Arbeiterviertel. Was der Mann aus Nordrhein-Westfalen dort in dem Supermarkt machte, ob er in Bremen wohnte oder arbeitete - all das ist noch unklar.

dpa

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