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50 Jahre auf der Bühne: Aus Heintje wurde Hein

München/Amsterdam. Vor 50 Jahren sang der holländische Kinderstar Heintje zum ersten Mal den Hit „Mama“ in der ZDF-Sendung „Der goldene Schuß“. Das Land lag ihm zu Füßen. Nun feiert Hein - ohne „-tje“, da nunmehr groß - sein Bühnenjubiläum.

50 Jahre auf der Bühne: Aus Heintje wurde Hein

Hein Simons blickt voller Freude auf die Vergangenheit zurück. Foto: Tobias Hase

Sein schmachtvolles „Mama“ rührte vor allem die Damenwelt zu Tränen, der Junge mit der glockenhellen Stimme bekam Anträge erwachsener Frauen. Jetzt feiert der ehemalige Kinderstar Heintje sein 50. Bühnenjubiläum - als Hein Simons, zu dem der Heintje - kleiner Hein - inzwischen geworden ist.

Mit dem neuen Album „Heintje und Ich“ knüpft der Holländer Hein Simons, inzwischen 62 Jahre alt, an seine Kindererfolge an. Und versucht ein Novum: Die Schlager von damals singt er im Duett mit sich selbst. „Heintje und Ich“ heißt das neue Album, das gerade erschienen ist.

1967 war Deutschland im Bann von Studentenunruhen, in der Musik herrschte Aufbruchstimmung, die Beatles sangen ihr Friedenslied „All You Need Is Love“.

Genau in diese Zeit hinein, am 21. Dezember 1967 startete Heintje drei Tage vor Weihnachten seine Karriere. 55 Sekunden trällerte der Zwölfjährige in der ZDF-Show „Der Goldene Schuß“ mit Vico Torriani den Song „Mama“ - und das Land lag ihm zu Füßen.

Heintje tourte durch die Welt, gastierte unter anderem in Südafrika, den USA und China. In Hollywood bekam er ein Angebot, und in China wurde er zum Riesenstar. Es gebe dort sogar ein Heintje-Komik, berichtet sein Manager Christian Geller.

Für das Cover des neuen Albums hat Hein eine Schaufensterpuppe in den Arm genommen - auf die dann sein früheres Konterfei gelegt wurde. So hält der große Hein auf dem Cover den kleinen Heintje im Arm. Das Duett der beiden verwirrte sogar die Fans. „Du hast aber einen hübschen Sohn“, habe einer gesagt, erzählt Simons.

Nun tourt er mit anderen Stars unter dem Motto „Weihnachten mit unseren Stars“ bis zum Jahreswechsel durch Deutschland, nur Weihnachten gibt es drei Tage Pause. An Weihnachten selbst wird er im ZDF in „Heiligabend mit Carmen Nebel“ zu sehen sein - zur Aufzeichnung kam er Ende November nach München. Auf der Bühne stand er mit einigen Pausen ohnehin die ganzen Jahre über. Es sei also kein Comeback in diesem Sinne, sagt er.

An die fulminanten Zeiten als Kinderstar konnte Hein Simons allerdings nicht mehr anknüpfen. Was der kleine Heintje schaffte, gelang dem großen Hein in dieser Form nicht mehr. Als Erwachsener seien plötzlich andere da gewesen, die auch vom Kuchen abhaben wollten, sagt er heute. Ein wesentlicher Grund: die Stimme. Auch ohne den befürchteten markanten Stimmbruch, über den damals die ganze Nation debattierte, hatte sie sich verändert. „Ich sang früher schon toll. Das war gigantisch und einmalig. Ich denke, die Stimme war der Grund des Erfolges“, sagt er. „Es war eine wunderschöne Zeit, aber sie ist abgeschlossen. Ich blicke nicht mit Wehmut zurück, sondern mit sehr viel Freude.“

Aus seinem zweiten Hobby, nämlich Pferde, schuf er sein zweites Standbein: Er betreibt einen Reiterhof in Moresnet in Belgien unweit der Grenze zu den Niederlanden und Deutschland. „Ich bin Europäer“, sagt er von sich selbst, gefragt nach seiner Heimat.

In dem neuen Album geht nun der große Hein auch textlich auf den kleinen Heintje ein. In „Oma so lieb“ singt er nun: „Jetzt bin ich bald im Alter, wie sie es damals war“, und in „Klein sein das ist schön“ antwortet er sich selbst: „Groß sein ist auch ganz schön schwer - das weiß man hinterher“.

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