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Ab in die Cloud: Fotos speichern und präsentieren

Berlin. Bei jedem Foto drei Mal nachdenken, bevor man auf den Auslöser drückt? Alles längst vorbei. Bei Digitalkameras und Smartphones darf ohne Reue abgedrückt werden. Allerdings fallen dabei solche Bildmengen ab, dass man eine Speicherstrategie braucht.

Ab in die Cloud: Fotos speichern und präsentieren

Ob Tablet oder Smartphone: Mit Mobilgeräten geschossene Fotos werden oft automatisch in Cloud-Speicher geladen - zur Datensicherung und um sie anderen zu zeigen. Foto: Jochen Lübke/dpa/dpa-tmn

Externe Festplatten sind für Datensicherungen immer eine gute Idee. Aber auch die Variante, Daten auf Internet-Servern (Cloud) abzulegen, hat seine Vorteile - auch und insbesondere wenn es sich bei den Daten um Fotos handelt.

Denn auf Servern lassen sich Fotos überall und oft auch per App aufrufen, anschauen und mit wenigen Klicks verschicken oder in sozialen Netzwerken teilen. Und wer die Kombination Festplatte und Online-Speicher wählt, minimiert das Risiko eines totalen Verlustes seiner Fotosammlung.

Möchte man seine Fotos nur in der Cloud sichern oder sie auch anderen präsentieren? Je nachdem sind bei der Wahl des Cloud-Anbieters andere Kriterien entscheidend. „Für das reine Speichern in der Cloud ist es wichtig, dass die Fotos im Originalzustand abgelegt werden, um keine Qualitätsverluste durch Komprimierung oder Umwandlung in ein anderes Format zu erleiden“, sagt Thomas Michl von „Teltarif.de“.

Sollen sich andere die Fotos auch anschauen, müssen die Bilder nicht unbedingt oder ausschließlich in Originalauflösung abgelegt werden. „Bei einzelnen Bildern ist Instagram eine gute Wahl, für ganze Alben eignen sich wiederum Dienste wie Flickr besser“, findet Michl.

Die Fachzeitschrift „Chip Foto-Video“ hat mehrere Cloud-Speicher getestet und empfiehlt, etwa auf Unterstützung des Rohdatenformats RAW zu achten. Für Fotos im RAW-Format gilt: „Manchmal werden sie zwar gespeichert, aber die Suche wird nicht unterstützt.“ Und: Gibt es am Smartphone die Möglichkeit, Fotos automatisch zum jeweiligen Cloud-Dienst hochzuladen, kann das sehr praktisch sein. Hilfreich ist Desktop-Software: „Obwohl alle Dienste online arbeiten, gibt es Desktop-Tools, über die sich Optionen und Speicher anpassen lassen.“ Sie beschleunigen meist auch das Durchsuchen großer Sammlungen.

Bevor man seine Fotos oder auch andere Daten auf die Server eines Dienstleisters hochlädt, sollte man allerdings einen Blick in die AGBs und Datenschutzerklärungen werfen. „Zu beachten ist, dass Bilder bei Foto-Communitys grundsätzlich öffentlich einsehbar sind“, erklärt Michl. Zwar legt man meist selbst fest, ob und welche Bilder andere sehen dürfen. Aber: „Wer sich mit den entsprechenden Einstellungen nicht vertraut macht, läuft Gefahr, dass Bilder von Personen eingesehen werden können, die dafür nicht bestimmt sind.“

Weil Datenlecks oder Hackerangriffe nie ganz auszuschließen sind, gilt immer: „Der Nutzer sollte genau überlegen, welche Bilder er ins Internet lädt und welche besser auf einem lokalen Speicher verbleiben sollten“, rät Michl. Einige Dienste behalten sich das Recht vor, die öffentlich zugänglichen Bilder der Nutzer für eigene Zwecke wie etwa Werbung zu verwenden. Dass man bei Anmeldung mitunter umfangreiche Nutzungsrechte abtritt, ist vielen unbekannt.

Viele Anbieter von Online-Speicher betreiben ein Freemium-Preismodell, „bei dem sie ein paar Gigabyte Speicherplatz kostenlos zur Verfügung stellen - von zwei Gigabyte bei Dropbox bis hin zu unbegrenztem Speicherplatz bei Google Fotos“, heißt es im „c't“-Fachmagazin, das acht Cloud-Angebote getestet hat.

Die Gratis-Versionen der Cloud-Dienste bringen mitunter neben dem begrenzten Speicherplatz auch andere Einschränkungen mit sich. Google Fotos etwa reduziert sehr große Bilder automatisch auf 16 Megapixel. „Für Urlaubsschnappschüsse ist das mehr als genug, für die Werke von ambitionierten Hobbyisten und Profis nicht“, so die „c't“.

Sollen Smartphone-Fotos automatisch in einen Online-Speicher hochgeladen werden, sollte man die Funktionen vorher genau testen. „Dropbox-Nutzer müssen die Desktopanwendung installiert haben, um die automatischen Kamera-Uploads nutzen zu können. Google Fotos unterstützt nur die Formate JPEG, WEBP sowie die RAW-Bilder von ein paar Dutzend Kameras“, führt die „c't“ Beispiele an, die manchen Nutzer überraschen könnten. Und Flickr macht bei Bildern in anderen Formaten als JPEG, PNG oder GIF kurzen Prozess und konvertiert sie beim Upload ins JPEG-Format.

Das Fazit der „c't“-Experten: „Mit seinem unbegrenzten kostenlosen Speicherplatz, dem zuverlässigen Upload sowie den tollen Bildbearbeitungs- und Organisationsfunktionen ist Google Fotos der Maßstab im Testfeld“. Es gibt aber für jeden Dienst im Test gute Argumente: Bei den deutschen Anbietern bleibt etwa ein besseres Gefühl in puncto Datenschutz. Und Dienste wie Dropbox, Microsoft OneDrive, Strato HiDrive & Co bieten den Vorteil, dass dort alle Datenarten lagern können.

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