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Doppelmord-Prozess

Ärzte geschockt von völlig empathielosem Marcel H.

Bochum/Herne Die völlige Empathielosigkeit und fehlende Traurigkeit des mutmaßliche Doppelmörders Marcel H. schockiert die untersuchenden Ärzte immer noch. Ein Psychiater nennt ihn ein Monster. Aber warum kollabiert Marcel H. bei einer Blutabnahme?

Ärzte geschockt von völlig empathielosem Marcel H.

Marcel H. hatte sich seine Haare seit Beginn des Prozesses immer länger wachsen lassen. Als er am Montag wieder mit kahlrasiertem Kopf ins Bochumer Landgericht kam, ging ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Plötzlich sieht der 20-Jährige wieder so aus, wie auf den Fotos, die kurz nach den Morden im Internet aufgetaucht waren und Marcel H. neben den Leichen des neunjährigen Nachbarjungen Jaden und seines Ex-Schulkameraden Christopher zeigen.

Warum er sich den Schädel wieder rasiert hat, ist unklar. Im Prozess gab es dazu keine Erklärung. Besondere Vorkommnisse in der Haft hat es auf jeden Fall nicht gegeben. Nach Angaben eines Gefängnisarztes ist Marcel H. nach wie vor isoliert. „Er steht in der Einzelfreistunde einfach nur an einer Stelle“, so der Arzt. In seiner Zelle lese er dagegen viel. Außerdem schreibe H. an einem Buch – angeblich auf Englisch.

Völlige Empathielosigkeit schockt Ärzte immer noch

Die völlige Empathielosigkeit und die fehlende Traurigkeit schockiert die Gefängnismediziner immer noch. „Er hat uns die Taten minutiös geschildert – so, als wenn er von einem beeindruckenden Film erzählt.“ Ein Psychiater, der auch fürs Gefängnis arbeitet, hatte das laut Gefängnisarzt anschließend so kommentiert: „Das ist ein Monster“.

Was seltsam ist: Als Marcel H. zuletzt Blut abgenommen worden war, ist der 20-Jährige kollabiert. Dem Gefängnisarzt hatte er dazu später gesagt: „Ich kann kein Blut sehen.“

Marcel H. hat gestanden, im März erst den neunjährigen Jaden und anschließend den 22-jährigen Christopher umgebracht zu haben.

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