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Argentinische Marine geht von Explosion aus

Buenos Aires. Das Schicksal der 44-köpfigen Besatzung des verschollenen argentinischen U-Boots scheint besiegelt. Die Suche der „ARA San Juan“ auf dem Meeresgrund geht dennoch weiter.

Argentinische Marine geht von Explosion aus

Das U-Boot „ARA San Juan“ auf einem undatiertes Archivfoto in Bahia Blanca. Foto: Juan Sebastian Lobos/Armada Argentina/telam

Bei der Suche nach dem verschollenen argentinischen U-Boot und seiner 44-köpfigen Besatzung gibt es immer weniger Hoffnung auf ein glückliches Ende.

Auf der vermuteten Position der „ARA San Juan“ soll es unmittelbar nach der letzten Funkverbindung vor neun Tagen eine Explosion gegeben haben. Dies wurde übereinstimmend von Meeressonden der internationalen Atomteststoppbehörde CTBTO und der USA festgestellt, wie die argentinische Marine am Donnerstag in Buenos Aires bekanntgab.

„Das registrierte Ereignis war anormal, einzig, kurz, gewaltig und nicht nuklearen Ursprungs“, sagte Marinesprecher Enrique Balbi. Es sei eine Explosion gewesen. Sie sei in einem Radius von 125 Kilometern auf einer Entfernung von 430 Kilometern von der Küste registriert worden. Sechs Schiffe und drei Flugzeuge mit speziellen Suchgeräten durchkämmten das Gebiet, erklärte der Marinesprecher am Donnerstagabend (Ortszeit). Das U-Boot war von Ushuaia in Feuerland ausgelaufen. Bei der letzten Funkverbindung hatte der Kapitän eine Panne der Batterien gemeldet. Das Boot hat einen diesel-elektrischen Antrieb.

Die Meerestiefe in der Gegend variiert zwischen 200 und 3000 Meter, da dort der Rand des unterseeischen Kontinentalhangs verläuft. Ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug und ein Mini-U-Boot der US-Navy sollen den Meeresgrund bis auf eine Tiefe von 600 Metern auf der Suche nach der „ARA San Juan“ auskundschaften.

Angehörige der Besatzung reagierten mit harten Anschuldigungen an die Adresse der Marine, nachdem sie auf dem U-Boot-Stützpunkt in Mar del Plata von der Explosion erfahren hatten. Die Marine habe Informationen verheimlicht und mit Verspätung weitergegeben, hieß es. Das U-Boot habe bereits 2014 eine Panne auf hoher See erlitten, sagte die Ehefrau eines Besatzungsmitglieds dem Nachrichtensender TN. Die Marine hatte erst zwei Tage nach der letzten Funkverbindung von einem „Kommunikationsproblem“ mit dem U-Boot berichtet.

Das U-Boot mit einer Kiellänge von 65 Metern wurde im Auftrag der argentinischen Kriegsmarine von den damals dem Thyssen-Konzern gehörenden Nordseewerken in Emden gebaut. Die „ARA San Juan“ wurde 1985 von der Marine in Dienst genommen.

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