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Auto rast in Menschen

Attentat in New York: Was wir wissen - und was nicht

Ein Mann rast mit einem Wagen über einen Fußgänger- und Fahrradweg in New York, acht Menschen sterben. Die Polizei schoss dem Mann in den Bauch und konnte ihn festnehmen.

Attentat in New York: Was wir wissen - und was nicht

Polizisten untersuchen auf dem Fahrradweg einen abgedeckten Körper. Foto: dpa

WAS WIR WISSEN

  • Die Tat: Am Dienstagnachmittag (Ortszeit) gegen 15 Uhr steuerte ein Mann einen gemieteten Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg im Südwesten Manhattans. Er überfuhr und rammte mehrere Menschen. Auf Höhe der Chambers Street direkt vor einer High School in der Nähe des World Trade Centers kollidierte der Truck mit einem Schulbus und kam zum Stehen. Der Mann stieg aus und hielt zwei Waffen in die Luft. Später stellte sich heraus, dass es sich um ein Paintball- sowie ein Luftgewehr handelt, beides ungefährlich. Ein Polizist schoss dem Mann in den Bauch, er wurde festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden stufen die Tat als Terrorakt ein.
  • Der Täter: Medien gaben den Namen des Verdächtigen mit Sayfullo S. an. Er sei 29 Jahre alt und stamme aus Usbekistan. Er sei 2010 ins Land gekommen und habe legal mit einer Green Card in den Vereinigten Staaten gelebt, berichtete unter anderem die „New York Times“. Demnach habe er zuletzt im Bundesstaat New Jersey nahe New York gelebt und für den Fahrdienstvermittler Uber gearbeitet. Das Unternehmen kündigte an, mit den Behörden zu kooperieren.
  • Die Opfer: Sechs Menschen starben noch am Tatort, zwei erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Fünf der Opfer stammen aus Argentinien, wie das Außenministerium in Buenos Aires mitteilte. Sie waren demnach gemeinsam nach New York gereist. Das Ministerium veröffentlichte ihre Namen. Unter den Toten ist zudem eine Belgierin. Elf weitere Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr in Kliniken behandelt -darunter eine Deutsche, eine belgische Familie, zwei Lehrer und zwei Schüler. Sie haben demnach schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.

New York Tausende Geschäftsleute, Schüler und Touristen halten sich täglich an der Südspitze Manhattans auf. Der Kleinlaster-Angriff eines 29-Jährigen mit acht Toten zielt auf eine der geschäftigsten Gegenden New Yorks - die mit der Angst vor Terrorismus allzu vertraut ist.mehr...

WAS WIR NICHT WISSEN

  • Die Opfer: Details zu den Opfern, etwa ihr Alter, gab es noch nicht. Die Nationalitäten der übrigen beiden Todesopfer waren ebenfalls zunächst nicht bekannt.
  • Der Täter: Einen Namen und nähere Details gaben die Behörden bislang nicht bekannt. Sie erklärten, er habe allein gehandelt. US-Medien berichteten, der 29-Jährige stamme aus Usbekistan. Er sei 2010 ins Land gekommen und habe legal mit einer Green Card in den Vereinigten Staaten gelebt, berichtete unter anderem die „New York Times“. Eine Bestätigung von offizieller Seite gab es dazu bislang nicht.
  • Das Motiv: Warum genau der mutmaßliche Täter das Attentat beging, ist nicht bekannt. Medienberichten zufolge rief der Mann „Allahu Akbar“, arabisch für „Gott ist groß“, als er aus dem Auto stieg. Das könnte auf einen radikalislamischen Hintergrund deuten. Die Polizei bestätigte zunächst nicht den exakten Ausruf. Sie sagte aber, dass der Mann etwas gesagt habe, als er das Auto verlassen habe. Dies habe mit der Art und Weise des Anschlags übereingestimmt und auch dazu geführt, dass er als Terrorakt eingestuft wurde. Die „New York Times“ und andere US-Medien berichteten, in der Nähe des Wagens hätten Ermittler Notizen auf Arabisch gefunden, die eine Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahelegten. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür jedoch zunächst nicht.
  • Der Wagen: Es ist unklar, wo der Pick-up-Truck gemietet wurde.

von dpa

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Attentat-in-New-York
Polizisten untersuchen auf dem Fahrradweg einen abgedeckten Körper.

dpa

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