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Auch ohne Wagner: Hoffenheim in Braga zum Siegen verdammt

Braga. 1899 Hoffenheim kann schon mal den Ernstfall ohne Sandro Wagner proben: Der Nationalstürmer, dessen Wechsel in der Winterpause zum FC Bayern München wohl nur noch an der Ablösesumme hängt, fällt für das Europacup-Spiel in Portugal aus.

Auch ohne Wagner: Hoffenheim in Braga zum Siegen verdammt

Leidet an einem Magen-Darm-Infekt: Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner. Foto: Uwe Anspach

Für das Estádio Municipal in Braga mit imposanter Felskulisse hinterm Tor werden die Profis von 1899 Hoffenheim kaum ein Auge haben. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann ist im vorletzten Europa-League-Gruppenspiel bei Portugals Tabellenviertem Sporting Braga zum Siegen verdammt.

Umso bitterer ist für die TSG der kurzfristige Ausfall von Nationalstürmer Sandro Wagner. Dafür meldet sich Adam Szalai nach wochenlanger Zwangspause zurück: Der wuchtige Ungar wäre auch eine Alternative, falls der wechselwillige Wagner in der Winterpause zum FC Bayern München geht.

Nagelsmann nahm das Fehlen Wagners für die Partie am Donnerstag gelassen hin. „Der Ausfall ist so schwerwiegend wie bei allen Spielern, die die letzten Wochen ausgefallen sind. Die Situation, das wichtige Spieler fehlen, sind wir fast schon gewohnt“, sagte der 30-Jährige. Wie seine Teamkollegen Eugen Polanski und Robin Hack hat sich Wagner einen Magen-Darm-Infekt eingefangen und stieg am Mittwoch nicht mit in den Flieger nach Porto.

Dennoch glaubt der Fußball-Bundesligist an seine Chance. „Wir sind unter Zugzwang, wir müssen unbedingt gewinnen“, betonte Angreifer Mark Uth kurz vor dem Abflug vom Baden-Airport. „Wir haben - noch einmal und dazu stehen wir - das klare Ziel, die Gruppenphase zu überstehen“, sagte Sportchef Alexander Rosen. Dazu seien zwei Siege erforderlich. „Wenn jeder Spieler im Kader so ein gutes Bauchgefühl hat, dann bin ich sehr zuversichtlich für morgen“, erklärte Nagelsmann.

Die Hoffenheimer wären bei einer Niederlage ausgeschieden und auch bei einem Unentschieden, wenn der bulgarische Tabellenführer Ludogorez Rasgrad gegen Istanbul Basaksehir nicht verliert, da sie den schlechteren direkten Vergleich mit Braga haben. Die Partie in Sinsheim gegen den Europa-League-Finalisten von 2011 war äußerst unglücklich mit 1:2 verloren gegangen.

„Ich hoffe, dass wir wie im Hinspiel 20 Großchancen rausspielen - mit dem Unterschied, dass wir nach einer Führung ein zweites oder drittes nachlegen“, sagte Nagelsmann. Für die TSG wäre es der erste Auswärtssieg überhaupt auf internationaler Bühne, nachdem die Mannschaft zuletzt in Istanbul in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 1:1 kassiert hatte. Mit nur vier Punkten treten die Kraichgauer im „Estádio da Pedreira“ (Steinbruch-Stadion) an.

Hoffenheim baut darauf, trotz des Ausfalls des vom FC Bayern umworbenen Wagner wieder mehr personelle Alternativen zu haben. Neben Szalai und Ermin Bicakcic ist auch Serge Gnabry nach wochenlanger Verletzungspause zurück und gab sein Comeback beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt. Gegen Braga wird es aber im Angriff wohl erstmal auf Andrej Kramaric und auf den zuletzt auch gegen Frankfurt wieder erfolgreichen Angreifer Uth ankommen. In der Europa League hat er zwar bisher noch nicht getroffen, die Marschroute für das schwierige Auswärtsspiel ist ihm aber bewusst: „Man muss von Anfang an ein Feuerwerk abbrennen.“

Voraussichtliche Aufstellungen:

Sporting Braga: Matheus - Esgaio, Ferreira, Silva, Goiano - Barbosa, Vukcevic - Xadas, Fransergio, Horta - Paulinho

1899 Hoffenheim: Baumann - Posch, Vogt, Nordtveit - Zuber, Geiger, Schulz - Demirbay, Amiri - Uth, Kramaric

Schiedsrichter: Andre Marriner (England)

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