Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Aufregung um Beethoven-Skulptur von Markus Lüpertz

Wien. Mit seiner Beethoven-Skulptur will Lüpertz eine neue Sicht auf den Komponisten zum Ausdruck bringen. In Wien kommt das aber offenbar nur bedingt an.

Aufregung um Beethoven-Skulptur von Markus Lüpertz

Markus Lüpertz bei der Enthüllung seiner Beethoven-Skulptur in Wien. Foto: Georg Hochmuth

Eine Skulptur zu Ehren Ludwig van Beethovens (1770-1827) von „Malerfürst“ und Bildhauer Markus Lüpertz erhitzt in Wien die Gemüter. Die 2,70 Meter hohe und bunt bemalte Statue zeigt den Komponisten ohne Arme und mit nur einem Bein. Auf seinem Kopf ist ein Lorbeerkranz.

„Hässlich, grässlich, dilettantisch“, zitierte die „Kronen Zeitung“ die Einschätzung von Lesern. Das Werk sehe aus wie „eine Leihgabe aus der Hölle“. Die Stadt Wien verteidigte die Aufstellung der Bronzeskulptur gegenüber dem Konzerthaus in der Wiener Innenstadt.

Die Politik wünsche sich, Beethoven mit der Skulptur in die Gegenwart zu holen und „vielleicht die eine oder andere Neubewertung“ des Komponisten zu schaffen, sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

Der 76-jährige Lüpertz bezeichnete Beethoven als einen der größten Meister überhaupt. Er wolle mit seinem Kunstwerk eine andere Sicht auf den Komponisten schaffen: „Ich habe versucht, die Problematik des Künstlers, seine Schwierigkeiten, seine Taubheit, seine Problematik als Mensch in gewissem Sinne, in einem Werk darzustellen.“

Eine ähnliche Skulpturen des armamputierten und knetartigen Beethovens hatte bereits in Bonn, der Geburtstadt des Komponisten, Proteste ausgelöst. Lüpertz hofft, dass die Wiener mehr Verständnis zeigten.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kunst

Der Leonardo-Effekt: Weltrekord beflügelt den Kunstmarkt

Berlin/New York. Die neue Bescheidenheit am Kunstmarkt ist vorbei. „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci hat neue Maßstäbe gesetzt. Wann wird das erste Kunstwerk die Milliarden-Hürde nehmen? Der Markt ist elektrisiert.mehr...

Kunst

Estnische Kunst und deutscher Expressionismus

Tallinn. Den Expressionisten der Künstlergruppen „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ widmet sich eine Ausstellung in Tallinn. Deren Werke spielten auch für Estlands Kunstwelt eine wichtige Rolle, meint die Kuratorin.mehr...

Kunst

Französisches Museum ehrt Sammler Wilhelm Uhde

Lille. Er hat sich sehr für naive Malerei interessiert und dabei Rousseau und Séraphine de Senlis, zwei der bedeutendsten Vertreter dieser Richtung, entdeckt. Eine Ausstellung bei Lille mit mehr als 150 Werken zeighen die Bedeutung des deutschen Kunsthändlers für Frankreichs Avantgarde.mehr...

Kunst

Brandschutzmängel in Wiens Belvedere

Wien. Das erste Jahr hat sich die neue Leitung des Wiener Belvedere anders vorgestellt. Bei genauer Prüfung wurden „skandalöse“ bauliche Mängel des Weltkulturerbes gefunden.mehr...