Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Aus für Schulz und Böhmermann bei ZDFneo

Mainz. Jan Böhmermann und Olli Schulz waren bei ZDFneo für die etwas andere Talksendung verantwortlich. Sonntags zu später Stunde waren sie im lockeren Gespräch rund um den Tisch mit ihren Gästen zu sehen. Nun ist Schluss, die Quoten stimmten nicht.

Aus für Schulz und Böhmermann bei ZDFneo

Olli Schulz (l) und Jan Böhmermann 2015 in Köln bei einem Interview. Foto: Henning Kaiser

Aus und vorbei - für die Sendung von Jan Böhmermann und Olli Schulz auf ZDFneo ist Schluss. Am Sonntag (3. Dezember) ist die letzte Folge zu sehen, weitere wird es nach Angaben des ZDF nicht geben. „SCHOCK! Das Aus von Schulz & Böhmermann steht bevor!“, posteten die beiden TV-Satiriker am Mittwochmittag auf der Facebookseite ihrer Sendung im Stil krawalliger Boulevard-Überschriften.

„Übernimmt Lanz jetzt alle ihre Sendungen?“ Das ist zwar nicht so. Doch das ZDF bestätigte, dass keine Fortsetzung von „Schulz & Böhmermann“ (SundB) geplant sei, wegen der schlechten Quoten: „Leider erreichte der unkonventionelle Promi-Talk auch mit der zweiten Staffel nicht die erhoffte Zuschauerresonanz.“

Die Talkshow der beiden war zunächst wöchentlich gestartet, galt aber schon in der ersten Staffel nicht als Quotenkracher. Bereits damals gab es Spekulationen, ob das ZDF den Daumen senken würde. Mit Beginn von Staffel zwei im März 2017 lief „Schulz & Böhmermann“ nur noch einmal im Monat, zunächst sonntags um 23.15 Uhr, später dann erst gegen Mitternacht. Das Talkformat war von Anfang an etwas anders als gewohnt. Olli Schulz, der schon lange als Musiker einen Namen hatte, ersetzte in der Sendung Charlotte Roche („Feuchtgebiete“), mit der Böhmermann zuvor die Retro-Talkshow „Roche & Böhmermann“ moderiert hatte.

Böhmermann und Schulz kannten sich bereits von ihrer Radioshow „Sanft & Sorgfältig“ beim Radio Berlin-Brandenburg (radioeins) und wechselten dann gemeinsam mit ihrem Podcast „Fest & Flauschig“ zu Spotify. „Schulz & Böhmermann“ war danach ihr einziges gemeinsames Projekt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Im September wurde kurzfristig eine Folge aus dem Programm genommen. Der Grund war, dass sie die SPD-Politikerin und Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey, als Gast eingeladen hatten. Das ZDF wertete das als Verstoß gegen die Regel, nach der Politiker im Zeitraum von sechs Wochen vor einer Wahl nicht in ZDF-Unterhaltungssendungen auftreten dürfen. Die Folge mit Giffey wurde dann im November wiederholt. Böhmermann fand die Entscheidung des Senders damals nicht witzig: „Mir ist es zu doof, mich zu diesem Quatsch weiter zu äußern“, lautete sein Kommentar auf Twitter.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Kultur

Bolschoi zeigt Serebrennikows „Nurejew“

Moskau. Im Sommer sagte das Moskauer Bolschoi das Tanzstück von Starregisseur Serebrennikow kurzfristig ab - ein kulturpolitischer Skandal. Nun kommt das Ballett doch auf die Bühne. Ende gut, alles gut - oder eine Beerdigung erster Klasse?mehr...

Kultur

Stars spielen Lennon-Weihnachtssong neu ein

Berlin. Für die Spendenplattform „Musik bewegt“ haben sich namhafte Künstler und Bands zusammengetan und den Weihnachtssong „Happy Xmas (War Is Over)“. Zu hören ist er nur im Netz.mehr...

Kultur

Das August-Macke-Haus in Bonn öffnet wieder

Bonn. In Bonn war er zu Hause: Der Maler August Macke gilt als einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten. Sein ehemaliges Wohn- und Atelierhaus ist heute ein Museum. Nach zweijähriger Bauzeit öffnet es nun wieder für Besucher.mehr...

Kultur

US-Kritiker küren „Lady Bird“ zum besten Film

Los Angeles/New York. Der US-Filmverband hat Greta Gerwig gerade mit dem Regie-Preis bedacht. Jetzt hat auch der New Yorker Filmkritiker-Verband das Regie-Debüt der Schauspielerin ausgezeichnet.mehr...

Kultur

Jay-Z und Lamar führen Grammy-Nominierungen an

New York. Ein paar Jahrzehnte hat Hip-Hop schon auf dem Buckel, an Reiz scheint das Genre im Jahr 2017 aber nichts verloren zu haben. Bei den diesjährigen Grammy-Nominierungen steht Rap im Vordergrund - auf Kosten der Musik von Harry Styles, Ed Sheeran und Taylor Swift.mehr...