Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Bärig: „Paddington 2“ mit neuen Abenteuern

Berlin. Zu den liebsten Hobbys der Filmbosse gehören Fortsetzungen. Jetzt soll der Bär Paddington mit seinem zweiten großen Kinoauftritt noch einmal für klingelnde Kassen sorgen. Geht das Erfolgskonzept auf?

Bärig: „Paddington 2“ mit neuen Abenteuern

In „Paddington 2“ will der Titelheld seiner Tante Lucy zum 100. Geburtstag ein besonderes Geschenk nach Peru schicken. Foto: StudioCanal

Roter Hut, blauer Dufflecoat und ein unbändiger Hunger auf Marmeladenbrote. Das ist Paddington, der Bär. Zum zweiten Mal erobert der pelzige Sympathieträger nun die Kinoleinwand. „Paddington 2“ lautet der schlichte Titel der Fortsetzung.

Freundschaft ist das große und wunderbar umgesetzte Thema dieses witzigen und warmherzigen Familienfilms. Dabei punktet die neue Paddington-Geschichte mit einem hervorragend animierten Bären-Hauptdarsteller und großartigen Promi-Schauspielern von Hugh Grant über Brendan Gleeson bis Sally Hawkins. Dem Bären leiht Schauspieler Elyas M'Barek wieder seine Stimme.

Paddington, den es aus seiner Heimat Peru nach London verschlagen hat, ist längst ein vollwertiges Mitglied der Familie Brown (Sally Hawkins, Hugh Bonneville, Madeleine Harris, Samuel Joslin) geworden. Weil er seine Herkunft aber nicht vergessen hat, will Paddington seiner Tante Lucy zum 100. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk nach Peru schicken.

Im Antiquitätenladen seines Freundes Mr. Gruber (Jim Broadbent) entdeckt er ein historisches Popup-Buch über London. Damit könnte die Tante wenigstens in ihrer Fantasie einmal durch die britische Hauptstadt spazieren - was Regisseur Paul King in einer liebevoll animierten Szene sogleich beeindruckend vorführt. Das reale London mit der (fast) durchweg freundlichen Nachbarschaft der Browns inszeniert King in einer Art zurückhaltendem Retro-Look - der ähnlich heimelig und detailversessen ist wie im Paris-Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“.

Das von Paddington ausgewählte Buch ist sehr teuer - deshalb beschließt der Bär, sich das Geld dafür zu erarbeiten. „Bist du sicher, dass du für die Arbeitswelt bereit bist, Paddington?“, fragt Mr. Brown etwas skeptisch. Doch Paddington ist voller Tatendrang. Er versucht sich als Fensterputzer und Friseurgehilfe, was zu turbulenten Zwischenfällen und einer extrem ungewöhnlichen Frisur eines wichtigen Kunden führt.

Während Paddington noch dabei ist, das Geld für das Buch zusammenzusparen, wird das wertvolle, mit geheimen Hinweisen auf einen Schatz versehene Stück gestohlen. Der Dieb ist der eitle, einst erfolgreiche und heute für Hundefutter werbende Schauspieler Phoenix Buchanan (Hugh Grant in Bestform). Das weiß Paddington allerdings nicht, stattdessen wird der Bär selbst für den Dieb gehalten - und landet im Knast.

Während sich die Familie Brown auf die Jagd nach dem wahren Verbrecher geht, macht sich Paddington mit dem Gefängniskoch Knuckles (Brendan Gleeson) einen gefährlichen Feind. Orangenmarmelade und weitere Leckereien sorgen aber dafür, dass sich die Sitten im Knast radikal ändern und dafür, dass Paddington am Ende echte und (beinahe immer) zuverlässige Freunde findet.

Der Film ist Michael Bond gewidmet, dem im Juni im Alter von 91 Jahren gestorbenen Schöpfer der Kinderbuchfigur Paddington. Empfehlung für alle Filmbesucher: Unbedingt auf den Abspann achten, der unter anderem von Mrs. Browns neuer Leidenschaft erzählt! Drei Jahre nach Paddingtons erstem Kinoabenteuer gibt es auch im zweiten Teil ein knuffiges Happy End - und die Hoffnung auf eine weitere Fortsetzung.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Filmbesprechung

„Star Wars: Die letzten Jedi“ - Die Macht im Ungleichgewicht

London. Luke Skywalker ist endlich zurück. Der Held der frühen Star-Wars-Filme begeistert als kauziger Jedi-Meister, der mit der Macht erstmal nichts zu tun haben will. Doch der achten Episode der Weltraumsaga fehlt der Schwung.mehr...

Filmbesprechung

„Die kanadische Reise“ mit leisen Zwischentönen

Berlin. Ein erwachsener Mann macht sich auf die Suche nach seinem unbekannten Vater - feinfühlig inszeniertes Familiendrama, die leisen Töne dominieren.mehr...

Filmbesprechung

„Lieber Leben“: Authentisch, überzeugend und lebensbejahend

Paris. Nach einem Unfall gelähmt: „Lieber Leben“ erzählt vom Alltag junger Menschen in einer Reha-Klinik. Ein Film mit Einfühlungsvermögen, Tabubrüchen und Humor.mehr...

Filmbesprechung

„Meine schöne innere Sonne“ - Suche nach der wahren Liebe

Paris. Banker, Schauspieler, Künstler, einfacher Arbeiter: In „Meine schöne innere Sonne“ sucht eine Frau nach dem richtigen Mann. Als Hauptdarstellerin brilliert die Französin Juliette Binoche.mehr...

Filmbesprechung

„Forget About Nick“: Zwei Frauen und ein untreuer Macho

München. Warum lassen sich Frauen von alten Machos hinters Licht führen? Eine Frage, auf die auch Margarethe von Trottas neuer Film „Forget About Nick“ keine Antwort weiß. In der Komödie liefern sich Katja Riemann und Ingrid Bolsø Berdal einen Zickenkrieg. Grund: ein Mann.mehr...

Filmbesprechung

„A Ghost Story“: Keine leichte Kino-Kost

München. Ein Gespenst, das durch ein Haus wandert und die Reste seines früheren Lebens entgleiten sieht: „A Ghost Story“ berührt durch viele kunstvolle Bilder, ist aber vor allem experimentell und anspruchsvoll.mehr...