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Kabelbrände vor G20-Gipfel

Bahnanschläge: Noch keine Hinweise auf Täter

BERLIN Einen Tag nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen hat die Polizei keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern. Bei der Deutschen Bahn normalisierte sich der Zugverkehr bis auf kleinere Einschränkungen weitgehend. In Nordrhein-Westfalen war am Dienstagmorgen nur noch eine Strecke im Rheinland betroffen.

Bahnanschläge: Noch keine Hinweise auf Täter

Auch am Dresdener Hauptbahnhof kam es nach den Brandanschlägen auf die Bahn zu Verspätungen und Ausfällen.

In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig sowie im niedersächsischen Bad Bevensen 13 Brandanschläge an Strecken der Bahn verübt. Vielerorts kam es zu Verspätungen und Zugausfällen. Ein politischer Hintergrund wurde mit Blick auf den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg nicht ausgeschlossen. Ein mögliches Bekennerschreiben aus der linksextremistischen Szene wurde geprüft. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Strecken in NRW mit Hubschrauber abgeflogen

Es würden derzeit gesicherte Spuren ausgewertet und Zeugen befragt, sagte die Sprecherin des in Sachsen zuständigen Operativen Abwehrzentrums (OAZ), Kathleen Doetsch. Im Norden gebe es keine neuen Hinweise auf die Täter, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hannover. Auch die Bundespolizei in Dortmund und die Polizei Berlin hatten keine neuen Erkenntnisse.

NRW Knapp drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg haben vermutlich extremistische Täter in mehreren Bundesländern Bahnanlagen in Brand gesteckt. Auch in Nordrhein-Westfalen kam es am Montag zu Zugausfällen und Verspätungen. Am Dienstag ist in NRW nur noch die Strecke zwischen Köln-Mülheim und Opladen betroffen.mehr...

In der Nacht zum Dienstag wurden einige Gleisstrecken besonders genau beobachtet. Die Strecken in Nordrhein-Westfalen etwa seien unter anderem mit einem Hubschrauber abgeflogen worden.

G20-Gipfel am 7. und 8. Juli

Reisende und Pendler mussten am Dienstagmorgen noch vereinzelt mit Einschränkungen rechnen. Im Raum Leipzig und Dresden sowie in Sachsen-Anhalt gab es der Deutschen Bahn zufolge kleinere Verzögerungen. Nach dem Brandanschlag auf eine Bahnstrecke am Berliner S-Bahnhof Treptower Park fuhren in der Hauptstadt einige S-Bahn-Linien unregelmäßig. Im Rheinland wurden zwischen Köln-Mülheim und Leverkusen-Opladen die Fernzüge über eine Güterzugstrecke umgeleitet. In Hamburg und Schleswig-Holstein fielen nach Angaben der Deutschen Bahn noch einige Regionalzüge aus. Die Bahn teilte am Mittag mit, dass bis Mittwochmorgen alle Störungen behoben sein sollten.

Auf der Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ tauchte am Montag ein mögliches Bekennerschreiben auf. Bei der Polizei hieß es, das Schreiben sei bekannt und werde geprüft. Vor dem G20-Gipfel hatten Linksextremisten wiederholt Aktionen und Anschläge angekündigt. Am 7. und 8. Juli treffen sich Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU. Mit dabei: US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) der sächsischen Polizei haben die Vorfälle möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel. 

von dpa

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