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Baran bo Odar: Serien müssen in Nischen spielen

Berlin. Baran bo Odar hat was gegen den Mainstream. Der Regisseur schwärmt von Serien wie „Breaking Bad“, die so ganz anders und speziell sind.

Baran bo Odar: Serien müssen in Nischen spielen

Baran bo Odar mag Nischen. Foto: Michael Hanschke

Für Baran bo Odar, Regisseur der ersten deutschen Netflix-Serie „Dark“, hängt der Erfolg von Serien damit zusammen, dass sie in Nischen spielen.

„In Deutschland wird zu wenig in Nischen gedacht“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Das Fernsehen versucht immer, so viel abzudecken, statt zu sagen, lass uns ganz speziell sein, am Anfang nur wenige anzusprechen und darauf zu vertrauen, dass es sich, wenn's gut ist, schon rumsprechen wird.“

Alle erfolgreichen Serien seien Nischenserien, sagte der 39-Jährige. „Mad Men“ etwa spiele im Milieu der New Yorker Werbebranche in den 60er Jahren. „Breaking Bad“ sei „wahnsinnig nischig“. Dagegen sei es das Grundproblem bei deutschen Filmprodukten, „dass sie nie nischig genug denken“.

„Dark“ läuft am 1. Dezember an. Über die Zusammenarbeit mit Netflix schwärmte der Regisseur, er habe in seinem ganzen Arbeitsleben noch nie so gute Erfahrungen gemacht. „Das einzige Kriterium, an dem sie festhalten - und manchmal scheitern sie auch -, ist Qualität. Die haben diesen Druck, die Leute zu halten. Und du hältst die Leute nur mit guten Sachen.“

ARD und ZDF dagegen hätten diesen Druck überhaupt nicht. „Wenn die Quoten mal runtergehen, machen sie sich auch Sorgen. Aber es wird nie existenziell: Oh Gott, was machen wir nächsten Monat? Bequemlichkeit ist der Killer jeglicher Kreativität.“

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