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Diskussionen um Kosten

Bauausschuss ebnet Weg für Dorfgemeinschaftshaus in Capelle

Capelle Der Ausschuss für Bauen und Planung hat am Dienstag für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Capelle gestimmt. Hinter dem Entschluss steht bei einigen Fraktionen allerdings ein großes Aber.

Bauausschuss ebnet Weg für Dorfgemeinschaftshaus in Capelle

Auf der Grünfläche rechts im Bild, neben der Capeller Grundschule, soll das Dorfgemeinschaftshaus gebaut werden. Am Dienstag stimmte der Bauausschuss für die Umsetzung des Projekts. Foto: Foto: Karim Laouari

Die Capeller Bürger sollen ein Dorfgemeinschaftshaus bekommen. Darin waren sich am Dienstagabend alle Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Planung einig. Die Frage, die vor allem die Fraktionen von Bündnis ‘90/Die Grünen und UWG zur Diskussion stellten, lautete: Zu welchem Preis? Architekt Lothar Steinhoff stellte die aktuellen Pläne für das Gebäude vor: ein Bau mit Satteldach, im Großteil verklinkert, teils mit Holzverblendungen an der Fassade, realisiert mit wenigen Metern Abstand zur Capeller Grundschule. Letzteres war eine Vorgabe der Bezirksregierung in Münster und nötig, um sich die Fördergelder zu sichern (RN berichteten).

1.634.811 Euro Gesamtkosten

Die Kosten liegen aktuell bei 1.634.811 Euro, wovon 808.519 Euro nicht von der Gemeinde, sondern aus Fördermitteln kommen. Am Geld entbrannte auch die anschließende Diskussion. Uta Spräner und Werner Albin von den Grünen äußerten Bedenken, diese Summe könnte im Laufe der weiteren Planung weiter steigen. Angesichts der klammen Haushaltslage sorgte diese Aussicht für Verunsicherung. Zumindest müsse das Projekt genau auf Einsparpotenzial geprüft werden. Auch Christian Lübbert (UWG) argumentierte, dass das Dorfgemeinschaftshaus ohne Zweifel wünschenswert für den Ortsteil sei, die endgültigen Kosten aber schlicht nicht absehbar seien und die Kosten eher noch steigen würden.

Unverständnis bei der SPD

In den Reihen der SPD stieß diese Argumentation auf Unverständnis. Gereon Stierl, Vorsitzender des Dorfvereins Capelle, verteidigte die Pläne: „Das ist für die nächsten Jahrzehnte eine wichtige Verbesserung der Infrastruktur im Ort.“ Darüber hinaus sei in den zurückliegenden Haushaltsgesprächen bereits über das Dorfgemeinschaftshaus diskutiert und abgestimmt worden. Dieses sei im aktuellen Haushalt bereits mit einer Summe von 1,4 Millionen Euro vorgesehen. Die bisherigen Kostenangaben seien zudem immer auf Grundlage grober Berechnungen entstanden, fügte Bauamtsleiter Josef Klaas hinzu. Erst jetzt habe die Detailplanung begonnen.

Eine Gegenstimme, eine Enthaltung

Die CDU-Fraktion unterstützte das vorgestellte Konzept zwar, forderte aber, dass die genannte Summe den absoluten Höchstbetrag für das Gebäude darstellen müsse. Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme der UWG sprach sich der Ausschuss schließlich dafür aus, das Dorfgemeinschaftshaus in dieser Form zu realisieren.

Am Donnerstag, 9. November, wird als nächstes der Haupt- und Finanzausschuss über das Thema beraten, bis am Dienstag, 14. November, schließlich der Rat entscheidet.

So soll das Dorfgemeinschaftshaus aufgeteilt sein:

  • Das Dorfgemeinschaftshaus wird insgesamt eine Nutzfläche von 675 Quadratmetern haben.
  • Zentrale Elemente werden die beiden Multifunktionsflächen mit jeweils einer Fläche von 190 Quadratmetern sein, die durch eine mobile Trennwand in der Mitte voneinander getrennt werden können.
  • Die beiden Flächen sollen später unter anderem als Veranstaltungsräume oder für Schul- und Vereinssport genutzt werden können.
  • Neben einem Foyer und zwei kleineren Räumen von je rund 30 Quadratmeter Größe, wird das Dorfgemeinschaftshaus auch eine Küche bekommen.
  • Das Haus wird laut den aktuellen Plänen etwa fünf Meter vom Schulgebäude entfernt errichtet.
  • Detaillierte Pläne sollen in den kommenden Ausschussrunden vorgestellt werden.

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