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Begeisterung für Makrele in Caipirinha und Zwiebelpraline

Düsseldorf. Ab- und Aufsteiger in der Gourmet-Szene hat der Gault & Millau in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen benannt. Auf Platz Eins hat sich ein alter Bekannter festgesetzt, dahinter wird es spannend.

Begeisterung für Makrele in Caipirinha und Zwiebelpraline

Koch Joachim Wissler in seinem Restaurant "Vendôme". Foto: Henning Kaiser/Archiv

Als Aufsteiger des Jahres in Nordrhein-Westfalen hat der Gourmetführer Gault & Millau den Koch Christian Sturm-Willms vom „Yunico“ in Bonn hervorgehoben. „Seine Gerichte wirken immer mehr wie eine japanische Tuschezeichnung, die durch wenige, kluge Pinselstriche ganze Landschaften auf dem Teller schafft“, schwärmen die Gastro-Kritiker. Für Gerichte wie „die knusprigen Teigtaschen vom Livar-Schwein im enorm intensiven Thunfisch-Kaffirlimetten-Sud“ bekommt er 17 von 20 möglichen Punkten.

Der beste Koch in NRW bleibt Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach. „Mit nie erlahmender Kreativität führt er schon seit einem Jahrzehnt die deutsche Avantgarde an“, lobte der Gourmetführer Gault & Millau ihn am Montag. Dafür bekam Wissler wieder 19,5 von 20 möglichen Punkten. Er habe die Kalbshirn-Piccata zum kongenialen Partner eines blauen Hummers erhoben, schwärmten die Gastro-Kritiker. Auch bei den Restauranttestern von Michelin war Wissler einige Tage zuvor in NRW auf dem ersten Platz gelandet.

Auf Wissler folgt Eric Menchon vom „Le Moissonnier“ in Köln mit 18 Punkten: Er begeisterte mit einem Tässchen kalten Cappuccino von kräftigem Langoustinen-Jus, verlängert mit einem Schuss Absinth.

17 Punkte wie Aufsteiger Sturm-Willms bekamen Rainer Maria Halbedel von „Halbedel’s Gasthaus“ in Bonn („Kohlrabi als Soufflé mit Amalfi­Zitrone“), Jürgen Köpp vom „Landhaus Köpp“ in Xanten, Yoshizumi Nagaya vom „Nagaya“ in Düsseldorf, Erhard Schäfer vom „Maître im Landhaus Kuckuck“ in Köln, Elmar Simon vom „Balthasar“ in Paderborn, Sascha Stemberg vom „Haus Stemberg anno 1864“ in Velbert, Alejandro und Christopher Wilbrand vom „Zur Post“ in Odenthal bei Köln sowie Alexander Wulf vom „St. Jacques“ in Heinsberg.

16 Punkte erreichten erstmals Michael Dyllong vom „Palmgarden“ in Dortmund und André Skupin vom „Gourmet 1895“ in Münster. Dyllong beeindruckte durch „Gelbflossenmakrele in Caipirinha­Fond mit Joghurt­Popcorn“, Skupin durch zartes Bisonfilet mit Gemüse und Gelee von Frankfurter Grüner Sauce. Er ist auch Schöpfer der Zwiebelpraline, einer Kugel aus weißer Schokolade, die die Geschmacksnerven beim Zerbeißen mit einem intensiven Zwiebelsud konfrontiert. Die gleiche Note erkochte auf Anhieb Felix Weber von der „Hofstube“ in Schmallenberg im Sauerland.

Auf 15 Punkte verbessern sich Jörg Hackbarth und Torsten Schmidt vom „Hackbarth’s“ in Oberhausen, Julia Komp vom „Schloss Loersfeld“ in Kerpen, Peter Nöthel vom „Nöthel‘s“ in Düsseldorf, Christian Penzhorn mit seinem gleichnamigen Restaurant in Ratingen, Michael Quendler von der „Mühlenhelle“ in Gummersbach, Pascal Sürig vom „Cielo“ in Dortmund.

Dieselbe Note erreichen in neu eröffneten oder erstmals bewerteten Restaurants: Yannick Bey und Wassily Murinni vom „Twentyfive Steakclub“ in Aachen, Philipp Längsfeld vom „Schumachers“ in Bergheim bei Köln, Robert Maas vom „Equu“ in Bonn, Bastian Falkenroth vom „Nenio“ in Düsseldorf.

Die Tester bewerteten dieses Jahr insgesamt 145 Restaurants in NRW. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe servierte der Gault & Millau in NRW zehn Restaurants ab und nahm 22 neu auf. 14 werden höher, 11 niedriger bewertet.

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