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Bestsellerautor Ken Follett las in Hamburg

Hamburg. Mit seinem dritten „Kingsbridge“-Band „Das Fundament der Ewigkeit“ hat sich der weltweit bekannte Schriftsteller Ken Follett auf eine Minitournee durch Deutschland und Österreich begeben. Zu Beginn gastiert der Brite in Hamburg.

Bestsellerautor Ken Follett las in Hamburg

Ken Follett stellte in Hamburg sein neues Buch „Das Fundament der Ewigkeit“ vor. Foto: Georg Wendt

Sein Outfit würde auch dem eleganten Meisterspion 007 alle Ehre machen. Im dunklen Maßanzug samt weißem Einstecktuch und perlgrauer Weste betritt Ken Follett die Bühne der Kleinen Laeiszhalle in Hamburg.

Und kurz darauf gesteht der weißhaarige Bestsellerautor tatsächlich: „Als ich zwölf Jahre alt war, wollte ich James Bond werden“. Die von Ian Fleming erfundene Romanfigur habe ihn später bei seinem Schaffen inspiriert, erklärt der britische Schriftsteller, der mit dem Thriller „Die Nadel“ 1978 seinen Durchbruch gefeiert hat. In die Hansestadt ist der 68-Jährige gekommen, um seinen Roman „Das Fundament der Ewigkeit“ vorzustellen.

Im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals sprach er zunächst über die dreijährige akribische Recherche- und Schreibphase des Bands. Der ist dritter Teil seiner millionenfach verkauften „Kingsbridge“-Reihe, die er 1990 mit „Die Säulen der Erde“ über den Bau einer Kathedrale im Mittelalter begonnen hat. Anschließend beantwortete Follett im voll besetzten Saal Fragen von Zuschauern. Seine neue Geschichte – im September auf Deutsch im Lübbe-Verlag (Köln) erschienen - ist im 16. Jahrhundert angesiedelt. Sie erzählt im typischen Follett-Stil von Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten in England und ganz Europa. Ein wichtiger Aspekt ist zudem, dass der fiktive Held Ned Willard zum Spitzel wird im auch in der Wirklichkeit von Königin Elizabeth I. gegründeten ersten Geheimdienst des Inselreichs.

Eine Art James Bond also im Vorläufer der Spionageorganisation MI5. Der locker und humorvoll auftretende Autor und bekennende Atheist betonte dabei in Hamburg, dass es sich im Kern nicht um ein Buch über Religion handle. „Es geht um Toleranz, um Menschenrechte“, sagte er. Denn neben grausamen Verfechtern ihres eigenen Glaubens gibt es darin auch Menschen, die sich für Verständigung einsetzen. Somit sehe er auch eine Verbindung zur Gegenwart. „Freiheit ist noch immer die Ausnahme“, meinte der Verfasser, die Frage danach habe ihn immer interessiert. Auf Anfrage aus dem Publikum hatte er ein weiteres Geschenk für seine Fans parat. „Ich werde wahrscheinlich noch mehr Bücher über ‚Kingsbridge‘ schreiben“, kündigte Follett an.

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