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Biathleten richten alles auf Olympia aus

Östersund. Die deutschen Biathleten haben ein großes Ziel: Die Nummer eins bei den Olympischen Winterspielen werden. Die Vorzeichen stimmen optimistisch. Auch wenn Superstar Laura Dahlmeier krank ist und zunächst von der Couch aus zusehen muss.

Biathleten richten alles auf Olympia aus

Laura Dahlmeier fehlt beim Saisonauftakt in Östersund. Foto: Matthias Balk

Ohne ihre wegen einer Erkältung fehlende Starläuferin Laura Dahlmeier peilen die deutschen Biathleten dennoch beim Saisonauftakt in Östersund am Sonntag mit den Mixed-Staffeln einen erfolgreichen Start in den Olympia-Winter an.

„Ich freue mich auf den Start. Die Mixed-Staffel ist immer schon eine gute Möglichkeit der Standortbestimmung“, sagte Sprint-Weltmeister Benedikt Doll. Er und Arnd Peiffer, Maren Hammerschmidt sowie Franziska Preuß kämpfen ums erste Podest der Saison. In der Single-Mixed starten Vanessa Hinz und Erik Lesser.

Dort wollte eigentlich auch Laura Dahlmeier antreten. Doch die siebenmalige Weltmeisterin versucht zu Hause mit Ingwertee und Bettruhe dem Infekt beizukommen. Aber das soll am Ende allenfalls eine Randnotiz sein. Denn die Olympischen Winterspiele sind das alles überstrahlende Ziel. Bis zum Saisonhöhepunkt im Februar in Südkorea hat die Überfliegerin noch genug Zeit. „Wichtig sind nicht die Rennen in Östersund, sondern in Pyeongchang. Darauf ist alles ausgerichtet“, sagt Dahlmeier, die in der Vorsaison insgesamt zehn Siege holte.

Mit der ersten Fünffach-Weltmeisterin der Biathlon-Historie und dem zum Auftakt ebenfalls geschonten Massenstart-Weltmeister Simon Schempp an der Spitze gehen die Deutschen zurecht mit breiter Brust in die neue Saison. Die 21 Saisonerfolge inklusive sieben WM-Titel sowie 17 weiteren Podestplätze sind der Antrieb.

Warum sollte das nicht wieder so klappen? „Der vergangene Winter hat doch gezeigt, dass der Weg stimmt“, sagt Dahlmeier, die bei den Winterspielen mindestens eine Goldmedaille holen will, am liebsten in einem Einzelwettbewerb. Dafür würde die Weltcup-Gesamtsiegerin auf die Verteidigung der Großen Kristallkugel verzichten. „Olympia ist das Wichtigste, alles andere ist nur Zugabe“, meint sie.

Aus dem Schatten Dahlmeiers, die von den elf Damen-Saisonerfolgen und sieben zusätzlichen Podestplätzen unfassbare 17 holte, müssen aber in dieser Saison die anderen treten. Außer Nadine Horchler stand keine Skijägerin auf dem Podest. „Andere Teams sind breiter aufgestellt. Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass Laura durchkommt“, mahnt Bundestrainer Gerald Hönig.

Er setzt dabei auf die genesene Franziska Preuß, die erkrankt in der Vorsaison vier Weltcups sowie die WM auslassen musste. Auch Ex-Langläuferin Denise Herrmann traut Hönig in ihrem zweiten Biathlon-Winter einiges zu. Franziska Hildebrand plagte längere Zeit eine Fußverletzung. Dahlmeiers Hauptrivalinnen werden Darja Domratschewa, Kaisa Mäkäräinen und Marie Dorin Habert sein. Gabriela Koukalova konnte wegen Achillessehnenproblemen lange kaum trainieren.

Beim Saisonstart werden die Deutschen noch nicht in Bestform sein - das ist eingeplant. Denn die soll in Pyeongchang abgerufen werden. Deutschland will dort die Biathlon-Nation Nummer eins sein. Das vom Verband ausgegebene Ziel sind drei Medaillen in den Teamwettbewerben und zwei in den Einzelwettkämpfen. In Sotschi vor vier Jahren gab es ein Debakel: Die Damen holten erstmals keine Medaille, die Männer immerhin in der Staffel und durch Erik Lesser zweimal Silber.

Größter Hoffnungsträger neben Dahlmeier ist wie in den Jahren zuvor Schempp. Sein erster Einzeltitel könnte befreiend sein. „Ich möchte natürlich auch bei Olympia erfolgreich sein“, sagt der Uhinger. Doch dann mus er vor allem wieder einen schlagen: Frankreichs Superstar Martin Fourcade. Die größten Olympia-Goldchancen haben Schempp & Co in der Staffel. Der Titel ist das große und auch realistische Ziel. Dafür nehmen die deutschen Skijäger auch nicht ganz so starke Ergebnisse zum Auftakt in Kauf.

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