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Abgewiesenes Baby

Biologische Eltern von Baby Gammy aufgespürt

Perth Sie bestellten bei einer Leihmutter ein Baby und bekamen zwei. Eins davon mit Downsyndrom. Deswegen ließ ein australisches Paar ihre thailändische Leihmutter mit dem behinderten Baby Gammy zurück und nahm nur die gesunde Zwillingsschwester. Der Fall sorgte weltweit für Empörung. Nun melden sich die vermeintlichen Rabeneltern zu Wort.

Biologische Eltern von Baby Gammy aufgespürt

Zurückgewiesen: Der 7-monate alte Gammy.

Der Fall von Baby Gammy erhitzte die Gemüter: Ein australisches Paar, das einer Thailänderin 10.000 Euro für ihre Leihmutterschaft zahlt, sie zur Abtreibung drängt, als klar war, dass eines ihrer Zwillinge am Downsyndrom leidet und anschließend nur das gesunde Baby mitnimmt.Angeblich keine Ahnung von Gammy Nach Bekanntwerden des Falls am Samstag haben zahlreiche Australier ihre Hilfe angeboten und Geld für die Krankenhausbehandlung des schwer behinderten kleinen Gammy gezahlt. Auf den australischen Spendenkonto „Hope for Gammy“ waren bis Montag 150.000 Euro eingegangen. Damit sollen die Herzoperation bezahlt und die Zukunft des Jungen ein wenig gesichert werden. Sogar Adoptionsangebote für den inzwischen 7-Monate alten Jungen erhielt die 21-jährige Leihmutter Pattaramon Chanbua. 

Fotos von Baby Gammy

Hand in Hand: Gammy und Leihmutter Pattharamon Janbua
Pattharamon Janbua sagt, sie liebe Gammy wie ihr eigenes Kind.
Gammy wird derzeit dank weltweiter Spenden in einer Privatklinik behandelt.
Weltweit gab es viel Unterstützung für Gammy und ihre Leihmutter.
Gammy schaut interessiert auf ein Spielzeugtier.
Der 7-monate alte Junge leidet unter einer schweren Herzkrankheit.
Gammy und seine Leihmutter.
Gammy soll bald aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Nun haben Reporter die vermeintlichen Eltern des Babies aufgespürt. Die Eltern, sagten den Fernsehreportern am Montag, sie hätten von dem Zwilling mit Down-Syndrom nichts gewusst. Das sei eine Lüge, sagt wiederum die Leihmutter. Die Kinder hätten nach der Geburt im Krankenhaus zusammengelegen, betont sie."Die Wahrheit wird rauskommen" Der Vater, der über 50 Jahre alt sei, habe das Mädchen besucht und ihm Fläschchen gegeben, den Jungen aber keines Blickes gewürdigt. Der Junge hat Down-Syndrom und braucht eine Herzoperation. „Ich bin sehr aufgebracht, dass er das sagt“, sagte Pattaramon Reportern. „Die Wahrheit wird rauskommen.“ Die Eltern leben nach Medienberichten in Westaustralien. Sie gingen zunächst nicht an die Öffentlichkeit. Über ihre Familienverhältnisse war nichts bekannt. Dem Sender ABC sagte der Vater, die Erfahrung mit der Leihmutteragentur sei traumatisch gewesen. Die Leihmutter sagte, das Geschäft sei von einem Amerikaner vermittelt worden. Die Leihmutter ist nach thailändischem Gesetz Mutter des Kindes und hat das Sorgerecht. Sie hat mehrfach betont, dass sie Baby Gammy wie ihr eigenes Kind großziehen will. Trotzdem startete eine Frau aus Melbourne eine Kampagne, um das Kind nach Australien zu holen. Das Einwanderungsministerium meinte, dem Kind stehe womöglich die australische Staatsbürgerschaft zu. Einwanderungsminister Scott Morrison bezeichnete die Mutter als „Heldin und Engel“. 

mit Material von dpa  

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