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Fußball: Bundesliga

Boateng schockt Ex-Klub: Eintracht siegt bei Hertha 2:1

Berlin Kevin-Prince Boateng hat bei seiner Rückkehr nach Berlin seinem Ex-Klub einen späten K.o. versetzt. Dank seines Treffers in der 80. Minute gewann Eintracht Frankfurt am Sonntag in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC mit 2:1 (1:1) und rückte in der Tabelle mit 22 Punkten auf Rang acht vor. Auf einen Jubel verzichtete Boateng, der seine Karriere bei Hertha gestartet und 42 Spiele für die Blau-Weißen absolviert hatte.

Boateng schockt Ex-Klub: Eintracht siegt bei Hertha 2:1

Kevin-Prince Boateng (r.) erzielte gegen Hertha den späten Siegtreffer. Foto: dpa

Davie Selke (15. Minute) hatte am 14. Spieltag vor 38 781 Zuschauern im Olympiastadion eine stark beginnenden, aber schnell nachlassende Hertha in Führung gebracht. Marius Wolf (26.) glich noch vor der Pause für die sich steigernden Gäste aus. Hertha steht nach der schon dritten Heimniederlage der Saison mit 17 Punkten auf Platz elf.

Herthas Pressing zeigt Wirkung

Im 59. Duell mit dem Lieblingsgegner - gegen keinen Liga-Gegner hat Hertha eine bessere Bilanz - begannen die Gastgeber, wie von Coach Pal Dardai vorgegeben. „Wir wollen unbedingt gewinnen und nach vorne spielen.“ Schon nach 45 Sekunden hätte Vedad Ibisevic, Doppeltorschütze jüngst beim ersten Saison-Auswärtssieg in Köln, die Führung erzielen müssen. Doch der Kapitän scheiterte alleinstehend an Eintracht-Keeper Lukas Hrdadecky. Hertha spielte ein starkes Pressing - und zeigte damit Wirkung beim Kontrahenten.

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Ibisevic bekam auf dem Weg zum Tor zunächst den Ball nicht mitgenommen. Dann steckte Mathew Leckie nach einem fahrlässigen Zuspiel des Frankfurters Mijat Gisinovic geschickt auf Selke durch. Der Berliner Rekord-Einkauf traf überlegt ins lange Eck zu seinem zweiten Saisontor. Noch einmal kam das Eintracht-Tor in Gefahr, doch nach einer Flanke von Youngster Maximilian Mittelstädt behinderten sich Ibisevic und Selke ein wenig gegenseitig.

Frankfurt kompakt im Mittelfeld

Danach nahmen die Gastgeber das Tempo raus, verwalteten nur den Vorsprung, gaben ihr aggressives Vorchecking auf und brachten so Frankfurt ins Spiel. Die schon in der gesamten Saison auswärtsstarken Gäste gewannen mehr Zweikämpfe und kamen nun selbst zu Torszenen. Erst klärte Hertha-Keeper Rune Jarstein noch gegen den durchgebrochenen Sebastian Haller (25.). Kurz danach brachte der Niederländer Jetro Willems einen Eckball flach auf die 16-Meter-Linie. Unbedrängt hämmerte Wolf den Ball ins Tor - zweiter Saisontreffer für den 22 Jahre alten Mittelfeldmann.

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Eintracht blieb mit dem gebürtigen Berliner Kevin-Prince Boateng und dem wieder ins Team gerückten Makoto Hasebe kompakt im Mittelfeld. Die Gäste unterbanden viele Berliner Angriffe schon im Ansatz, setzten selbst einige Nadelstiche. So musste Jarstein gegen Wolf klären (57.). Hertha vermochte es nicht mehr, die Doppelspitze Ibisevic/Selke zu bedienen. Am Ende konnte Eintracht-Coach Niko Kovac doch noch jubeln. Eine Hereingabe wehrte Mitchell Weiser unglücklich zu Boateng ab. Der gebürtige Berliner traf aus 16 Metern.

Von dpa

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