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Bob-Weltmeister Lochner warnt vor Olympia: Noch viel Arbeit

Lake Placid. Die Nordamerikaner bestimmen das Geschehen beim Weltcup-Auftakt der Bobfahrer in Lake Placid. Es ist der erwartete Härtetest. Weltmeister Johannes Lochner sieht noch viel Arbeit bis Olympia.

Bob-Weltmeister Lochner warnt vor Olympia: Noch viel Arbeit

Der Zweierbob von Johannes Lochner fuhr auf Rang sechs. Foto: Peter Morgan

Das erste Aufeinandertreffen der Bob-Elite zeigt deutlich: Bis zu den olympischen Rennen in 15 Wochen im „Alpensia Sliding Center“ im südkoreanischen Pyeongchang muss noch enorm viel im deutschen Team getüftelt werden.

„Das war, glaube ich, die größte Packung, die wir je bekommen haben. Es ist auf jeden Fall noch ein Haufen Arbeit, wie man sieht“, sagte Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner nach den deutlich verfehlten Podestplätzen beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid.

„Es geht ganz schön was ab in der Bahn, aber wir haben ja noch ein bissel Zeit bis Olympia. Bis dahin haben wir einen schnellen Schlitten“, versicherte der Berchtesgadener. Es gibt für ihn Grund zur Hoffnung. „Zumindest der Start und die Fahrlinie passen, da können wir gut am Gerät arbeiten, wenn der Rest in Ordnung ist.“

Nach dem Auftaktsieg von Nico Walther landete Lochner mit Weltcup-Debütant Christopher Weber im zweiten Rennen auf Platz sechs. Weltmeister Francesco Friedrich, der diesmal mit Martin Grothkopp fuhr, kam zeitgleich mit seinem Oberbärenburger Teamkollegen Walther - mit Kevin Kuske - auf Rang neun.

„Nordamerika ist bekanntermaßen ein schwieriges Pflaster für uns, von daher waren wir mit der Riesenüberraschung von Stephanie Schneider, die bei ihrem Debüt hier als Dritte aufs Podest fährt, und dem Sieg von Nico Walther sehr zufrieden“, analysierte Cheftrainer René Spies. „Ein bisschen enttäuscht waren wir von den Platzierungen von Friedrich und Lochner, da gibts es in der Einstellung des Materials deutlich Reserven.“

Aber auch die zweite Einstellungsvariante im Wallner-Schlitten von Lochner brachte nur wenig Besserung: „Wir mussten was machen, sind nochmal komplett ein anderes System gefahren, es hat relativ gut funktioniert.“

Entspannter vor dem ersten Viererbob-Rennen am kommenden Wochenende ist Walther, der als einziger bei den Männern auf die FES-Bobs setzt. „Beim Sieg war es so ein Tag, an dem alles zusammengepasst hatte, beim zweiten Rennen eben nicht. Da hatten wir die Kufen gewechselt und es waren auch ziemlich grobe Fahrfehler drin. Jetzt freuen wir uns auf Park City mit dem Vierer.“

Nach der ruppigen und schwierigen Bahn am Mount van Hoevenberg wird die relativ leicht zu fahrende Olympia-Bahn von 2002 in Salt Lake City erste Erkenntnisse bei Aerodynamik und Spitzengeschwindigkeiten bieten. Dann wird man sehen, ob die zwei konkurrierenden Bobbauer für das deutsche Team ihre Hausaufgaben im Sommer gemacht haben.

„Wir machen in unserem Testprogramm wie geplant weiter und probieren viele Einstellungen aus“, sagte Walther. Lochner ist wie Friedrich, der den baugleichen Prototypen vom Tiroler Wallner fährt, optimistisch. „Der neue Schlitten fährt ohne Feinjustierung genauso schnell wie das Vorjahrsmodell. Nun müssen wir an die Feinabstimmung ran und dies für jede Bahn ausloten“, erklärte Lochner.

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