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„Botschaft an ganz Europa“: Bayern heiß auf PSG und Neymar

München. Gruppensieg? Unwahrscheinlich. Revanche fürs 0:3? Erklärtes Ziel. Gegen Paris St. Germain will der FC Bayern Stärke demonstrieren. Dafür müssen die Torrekordler mit dem Traumsturm gestoppt werden.

„Botschaft an ganz Europa“: Bayern heiß auf PSG und Neymar

Bayern-Trainer Jupp Heynckes zeigte sich vor dem Rückspiel gegen PSG sichtlich entspannt. Foto: Matthias Balk

Gibt's ein Fußball-Wintermärchen in München? Der FC Bayern könnte mit einem Schützenfest gegen Paris St. Germain doch noch als Gruppenerster ins Achtelfinale einziehen.

Aber realistisch erscheint ein 4:0, 5:1 oder ein noch höherer Heimsieg am Abend (20.45 Uhr) gegen das Überteam um Brasiliens Weltstar Neymar nicht. Trainer Jupp Heynckes bezeichnete den Gruppensieg sogar als „vermessen“. Ihm und seinen Spielern gehe es vor allem darum, „das Hinspiel vergessen zu lassen“. Jenes 0:3, das zur Trennung von Carlo Ancelotti führte, und das Nationalspieler Niklas Süle „einen schwarzen Abend“ nannte.

BOTSCHAFT AN EUROPA: Beim Wiedersehen in München soll die Fußballwelt einen ganz anderen FC Bayern erleben als am 27. September im Pariser Prinzenpark. „Es ist ein wenig eine Revanche“, sagte Bayerns Franzose Kingsley Coman. Es gehe darum, „eine Botschaft an ganz Europa“ zu senden, „dass Bayern da ist, dass wir zu den großen Teams in der Champions League gehören, dass wir immer noch Titelanwärter sind“.

GRUPPE B: Paris und Bayern stehen als Achtelfinal-Teilnehmer fest. Und Heynckes betonte, dass das letzte Gruppenspiel nicht dafür entscheidend sei, „ob man im Achtelfinale oder Viertelfinale weiterkommt“. Bei der Auslosung am kommenden Montag können die Bayern auch als Gruppenzweiter Losglück haben. Unter den Gruppensiegern gibt es sehr verschiedene Kaliber, von Topteams wie dem FC Barcelona oder Manchester City mit Bayerns Ex-Coach Pep Guardiola bis hin zu Tottenham Hotspur oder Besiktas Istanbul. „Im März, April, Mai muss man top sein. Da muss die Mannschaft funktionieren“, sagte Heynckes.

PSG-TRAUMSTURM: 24 Tore hat das für hunderte Millionen Euro zusammengekaufte PSG-Team mit den deutschen Nationalspielern Julian Draxler und Kevin Trapp in den ersten fünf Spielen erzielt; das ist Rekord in der Königsklassen-Gruppenphase. 15 Treffer gehen auf das Konto des Traumsturmes Neymar (6), Edinson Cavani (6) und Kylian Mbappé (3). „Wenn ein Gegner großartige Individualisten hat, muss man das im Kollektiv lösen“, sagte Heynckes zur Verteidigungsstrategie gegen das für fast alle Vereine der Welt unerschwingliche Trio. Geld schießt Tore! Aber garantieren Multi-Millionen-Investitionen auch den Titelgewinn? „Eine Mannschaft, die die Champions League gewinnen will, muss Topspieler haben, aber auch homogen sein“, sagte Heynckes.

PSG-MARSCHROUTE: Nach dem 3:0 im Hinspiel wollen die Franzosen den ersten Tabellenplatz verteidigen - und ihrerseits mit einem Sieg Stärke demonstrieren. „Wir wollen in jedem Spiel gewinnen. Hier, bei einer Mannschaft mit einer großen Heimstärke, ist das etwas schwieriger. Das ist ein großer, wichtiger Test für uns“, sagte Trainer Unai Emery. „Das Wichtigste ist, als Kollektiv zu gewinnen - und hoffentlich am Ende den Pokal in der Hand zu haben“, sagte Cavani.

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