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Buchpreis zur Europäischen Verständigung für Åsne Seierstad

Leipzig. Die norwegische Schriftstellerin soll für ihren Roman „Einer von uns. Die Geschichte eines Massenmörders“ ausgezeichnet werden. Darin setzt sich die Autorin mit dem Terroranschlag ihres Landsmannes Anders Behring Breivik auseinander.

Buchpreis zur Europäischen Verständigung für Åsne Seierstad

Die norwegische Schriftstellerin Åsne Seierstad wird mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2018 geehrt. Foto: Kagge Sturlason/Kein & Aber AG

Die norwegische Schriftstellerin Åsne Seierstad erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2018. Ausgezeichnet wird die Autorin für ihren Roman „Einer von uns. Die Geschichte eines Massenmörders“, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

In dem Werk setzt sich die Journalistin mit den Taten ihres Landsmannes Anders Behring Breivik auseinander, der 2011 bei einem Terroranschlag in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet hatte.

„Entstanden ist ein dokumentarischer Roman, der erhellend auf der Grenze zwischen Bericht und Erzählung, zwischen Faktischem und Vorstellungskraft balanciert und einen gewaltigen Sog entwickelt“, hieß es in der Begründung der fünfköpfigen Jury. Der Preis wird Åsne Seierstad anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 14. März 2018 im Gewandhaus verliehen.

Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung, die seit 1994 vergeben wird, zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Im vergangenen Jahr hatte der Franzose Mathias Énard den Preis für sein Buch „Kompass“ bekommen.

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