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Cooles Duo: Courtney Barnett und Kurt Vile

Berlin. Kollaborationen von Musikern haftet oft etwas Prätentiöses an. Ganz anders bei Courtney Barnett und Kurt Vile, die sich schön locker ergänzen und nichts beweisen müssen.

Cooles Duo: Courtney Barnett und Kurt Vile

Courtney Barnett und Kurt Vile verstehen sich. Foto: Label

Sie sind schon ein spannendes und gleichzeitig sehr entspanntes Pärchen, die 30-jährige australische Rocksängerin und Songwriterin Courtney Barnett und der 1980 geborene us-amerikanische Gitarrist und Sänger Kurt Vile. Zwei musikalische Wahlverwandte im Geiste des Indierocks, wenn man es hochgestochen sagen will. Passender klingt: zwei coole, eigensinnige Individualisten, die jetzt mit „Lotta Sea Lice“ (Marathon Artists/Rough Trade) ein schön lockeres, persönlich gefärbtes Duo-Album vorlegen.

Barnett und Vile schätzen sich seit langem, haben sich auf Festivals und Konzerten beschnuppert, pflegen ihre interkontinentale Freundschaft, und haben darüber viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Das spürt man schon auf dem über sechsminütigen Opener „Over Everything“, der wie ein Gespräch aufgebaut ist, über Musik, die Vergangenheit, das Leben und den ganzen Rest. Das könnte immer so weitergehen, und das wird auch für uns Hörer nie langweilig.

Zu dem Dialog-Song gibt es auch ein elegantes Schwarz-Weiß-Video vom renommierten britischen Kameramann Danny Cohen („Victoria & Abdul“). Die Chemie stimmt hier wirklich, auch in Songs wie „Let It Go“ oder dem schwermütig-erdigen „Fear Is Like A Forest“. Zum hitverdächtigen „Continental Breakfast“ gibt es auch noch ein Home-Video, ein Nutzer kommentierte bei YouTube treffend: „It cured my depression“. Den interkontinentalen Indie-Rocker ist, auch mit Hilfe einiger Kollegen, ein starkes Album gelungen, sehr „laid back“.

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