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DHB-Frauen für WM-Mission gerüstet

Dresden. Zwei siegreiche Länderspiele innerhalb von 24 Stunden als Härte- und Charaktertest nähren die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Heim-WM der deutschen Handball-Frauen. Lob gibt es für die Spielerinnen und den Trainer schon jetzt.

DHB-Frauen für WM-Mission gerüstet

Die deutschen Handballerinnen gewannen den letzten WM-Test. Foto: Monika Skolimowska

Härtetest bestanden, Hoffnungen geweckt: Nach zwei Länderspielsiegen innerhalb von 24 Stunden gegen die Slowakei (23:22) und Island (32:19) fühlen sich die deutschen Handball-Frauen für den ersten Auftritt bei der Heim-WM gerüstet.

Obwohl noch nicht alles rund lief im Spiel des WM-Gastgebers wurde eines deutlich: Die Schützlinge von Bundestrainer Michael Biegler sind gewillt und motiviert, das vom Verband ausgegebene Ziel WM-Halbfinale zu erreichen.

„Seit dem 11. November ist das Team zusammen. Ich habe schon viel in meinem Handballer-Dasein erlebt, aber so eine differenzierte, ausgeklügelte Trainingsarbeit bislang noch nicht“, lobte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld die akribische Arbeit von Biegler. Schritt für Schritt sei es gelungen, die verschiedenen Gruppen von angeschlagenen, mit ihren Clubs besonders geforderten und „normalen“ Auswahlspielerinnen an die WM-Belastung heranzuführen. „Nun kommt es nur noch darauf an, die drei Gruppen zusammenzuführen“, sagte Sommerfeld.

Das sehen die Spielerinnen ähnlich. Torhüterin Katja Kramarczyk freut sich, dass man als Mannschaft zusammengewachsen ist. „Einige haben gefehlt, andere haben größere Spielanteile bekommen. Der Kader steht“, sagte die frühere Leipzigerin, die ihr zehntes Turnier bestreiten wird.

Biegler will die Leistungen in den beiden Tests nicht überbewerten. „Es sind - auch im Training - jedes Mal Nominierungsspielchen für uns. Wir schauen nach den verschiedensten Varianten, suchen nach Strategien. Denn die Vorrunde hat schon eine spezielle Struktur“, erklärte der Coach.

Eine afrikanische Mannschaft, zwei asiatische, dann zwei europäische: Man brauche viele Antworten und für jeden Gegner verschiedene Spielerinnen. „Es wird ein Steigerungslauf bis zum letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande“, prophezeite Kim Naidzinavicius.

Auch deshalb prüfte Biegler noch einmal den Charakter seiner Spielerinnen in den beiden Tests. „Es war durchaus gewollt und provoziert, dass die Mannschaft müde war. Schon deshalb kann ich mich für den fokussierten Einsatz nur bedanken. Einige erhalten noch einmal kurz Heimaturlaub, um den Kopf frei zu bekommen“, sagte der Coach. Am Montagnachmittag versammelt sich der 28-köpfige DHB-Kader dann wieder in Leipzig.

Sorgen wegen fehlender Frische oder um die Einsatzbereitschaft der derzeit noch angeschlagenen Spielerinnen wie Kapitänin Anna Loerper macht sich Biegler nicht. „Ich denke, wir werden alle für das Turnier hinbekommen“, betonte er.

Am Freitag wird es beim WM-Auftakt gegen Kamerun ernst. Weitere Vorrundengegner sind Südkorea (3. Dezember), China (5. Dezember), Serbien (6. Dezember) und der WM-Zweite Niederlande (8. Dezember). Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale. Für die DHB-Auswahl soll das aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Hamburg sein.

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