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DSV-Springer fliegen am Podest vorbei

Wisla. Der erhoffte Podestplatz als Motivationshilfe für den Winter ist den deutschen Springern beim Weltcup-Auftakt versagt geblieben. Zwei vierte Ränge durch Richard Freitag und das Team zeigen aber, dass man auch im Olympia-Winter mit den DSV-Adlern rechnen darf.

DSV-Springer fliegen am Podest vorbei

DSV-Adler Richard Freitag fiel in Wisla von Platz eins auf vier zurück. Foto: Andrzej Grygiel

Der Traum vom sechsten Weltcup-Sieg seiner Karriere lebt für Richard Freitag weiter.

Der Skispringer aus dem sächsischen Aue präsentierte sich beim ersten Einzel-Weltcup der neuen Saison im polnischen Wisla in ganz starker Form, konnte die Halbzeitführung aber nicht zum Erfolg ausbauen.

Die schlechtesten Bedingungen aller Starter drückten Freitag bereits nach 120 Metern nach unten, womit der undankbare vierte Platz zu Buche stand. „Wenn er so weiter arbeitet, wird er im Saisonverlauf noch belohnt“, tröstete Bundestrainer Werner Schuster seinen Schützling.

Er war am Sonntag der Einzige einer starken deutschen Mannschaft, der um den Sieg kämpfte. Diesen holte sich überraschend der Japaner Junshiro Kobayashi für Flüge auf 124 und 126,5 Meter. Damit hielt er auch die hochdekorierten Kamil Stoch aus Polen und Stefan Kraft aus Österreich in Schach. Doppel-Olympiasieger Stoch sprang sich dank eines 129,5-Meter-Satzes vom siebten noch auf den zweiten Platz, Doppel-Weltmeister Kraft wurde mit 4,6 Punkten vor Freitag Dritter.

Freitag, der 2013 in Wisla schon einmal Platz zwei belegt hatte, ahnte bereits nach den 126 Metern im ersten Durchgang, dass es noch schwer werden wird. „Noch muss ich einmal runter“, sagte der seit Sommer in Oberstdorf trainierende Athlet. Dennoch war er froh, dass er so gut in den Winter gekommen ist, nachdem er bereits beim Teamspringen am Samstag, das die Deutschen als Vierte ebenfalls neben dem Podest beendeten, bester DSV-Adler gewesen war. „Es ist mir gelungen, die Trainingsergebnisse direkt in den Winter zu übertragen“, berichtete Freitag, der wegen einer Knochenhautentzündung im linken Knöchel Probleme in seinem Sprungstiefel hat.

Schuster wollte Freitags Leistung durch den schlechten Wind, der ihm zehn Zusatzpunkte brachte, nicht geschmälert wissen. „Es war eine Riesenfreude, ihm zuzusehen. Er hat zwei ganz stabile Wettkämpfe gezeigt“, lobte der Coach, der sein Team trotz des verkorksten Team-Wettkampfes auf einem guten Weg wähnt. Die Einzelplätze neun für Andreas Wellinger, zehn für Stephan Leyhe, zwölf für Pius Paschke und 15 für Markus Eisenbichler sprechen für sich.

Schuster fordert nun, Konstanz in die Leistungen zu bringen, denn obwohl die ersten Podestplatzierungen noch nicht kamen, war er mit den Sprüngen weitgehend zufrieden. Wie auch die Athleten selbst. Wellinger, auf dem nach der neuerlichen Kreuzbandverletzung von Severin Freund die größten Hoffnungen im Olympia-Winter ruhen, zeigte besonders im ersten Versuch bei ähnlich komplizierten  Bedingungen, wie sie Freitag im Finale hatte, einen starken Sprung. „Ich bin ganz zufrieden“, meinte er, während Schuster erkannte, dass sein Vorspringer im zweiten Durchgang etwas verunsichert war.

Und auch die dritte etablierte Kraft, Markus Eisenbichler, bekam Streicheleinheiten. Und das, obwohl der WM-Dritte am Samstag mit dem Griff in den Schnee dem Team beim Sieg der Norweger einen Podestplatz genommen hatte. Auch am Sonntag im Einzel überzeugte er nur im Probedurchgang. „Er hat sich über Nacht zu viele Gedanken gemacht. Wisla liegt ihm nicht so. Jetzt kommen windanfälligere Schanzen, da kann er seine Stärken besser ausspielen“, sagte Schuster.

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