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Dank Caligiuri: Schalke setzt sich an Spitze fest

Freiburg. Der frühere Freiburger Daniel Caligiuri hat den FC Schalke 04 zu einem Auswärtssieg im Breisgau geschossen und in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga etabliert. Die Gelsenkirchener setzten sich am Samstag dank des Treffers des Mittelfeldspielers beim SC Freiburg verdient mit 1:0 (0:0) durch (62. Minute) und fügten den Badenern die erste Heimniederlage der Saison zu. Der Sport-Club gerät mit weiterhin lediglich acht Punkten in eine zunehmend bedrohliche Situation.

Dank Caligiuri: Schalke setzt sich an Spitze fest

Schalkes Bastian Oczipka (l) freut sich über das 1:0 mit Daniel Caligiuri (r). Foto: P. Seeger/dpa

In einem munteren Spiel vor 24 000 Zuschauern riss die Serie mit saisonübergreifend neun Heimpartien ohne Niederlage der Mannschaft von Trainer Christian Streich. Für den Coach endete die Begegnung nicht nur mit der zweiten Niederlage nacheinander, sondern war auch mit einem ungewohnten Schreckmoment losgegangen. Sein Offensivakteur Janik Haberer rutschte in den an der Seitenlinie stehenden Coach unfreiwillig um, Streich stürzte und fiel schmerzhaft auf die Schulter. Schon wenig später marschierte der 52-Jährige aber wieder an der Seitenlinie und trieb seine Elf an.

Ohne Nationalspieler und Mittelfeld-Ideengeber Leon Goretzka fingen die Schalker verhalten an. Überraschend hatten die Breisgauer gegen den Europapokal-Aspiranten in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel. Allerdings zeigten die Gastgeber teilweise Probleme im Aufbau, gefährliche Torraumszenen blieben eine knappe halbe Stunde eine Seltenheit.

Plötzlich gingen dann die Gelsenkirchener beinahe in Führung: Stürmer Franco di Santo setzte sich auf rechts durch, passte auf Jewgeni Konopljanka, der am linken Pfosten scheiterte. SC-Verteidiger Pascal Stenzel konnte klären (29.). Als wäre das ein Weckruf gewesen, folgten daraufhin binnen weniger Minuten zwei Aluminium-Treffer der Badener: Zunächst landete Nils Petersens Schuss am Lattenkreuz, nachdem der Versuch von Mike Frantz und der Parade von Ralf Fährmann bei ihm gelandet war (32.). Dann traf Bartosz Kapustka nach einer sehenswerten Aktion aus der Distanz die Latte (37.).

In der Offensive hatte Streich umbauen müssen, weil Stammspieler Florian Niederlechner mit einem Kniescheibenbruch lange ausfällt. In der Defensive kam US-Amerikaner Caleb Stanko zu seinem ersten Saisoneinsatz. Die umstrittene Rote Karte für Caglar Söyüncü nach einem Videobeweis beim 0:3 in Stuttgart hatte zu einem extremen personellen Engpass in der Abwehr geführt. „Videobeweis? Weg mit dem Scheiss!“, stand auf einem Banner der Freiburger Fans.

Nach dem Wechsel ging es unterhaltsam weiter: Petersen verpasste allein vor Gäste-Torhüter Fährmann das 1:0 (50.). Auf der Gegenseite rutschte Konopljanka an einer Hereingabe von di Santo vorbei. Eine halbe Stunde vor Schluss humpelte dann Freiburgs Mittelfeldspieler Mike Frantz vom Platz, die Verletzungssorgen der Breisgauer könnten noch zunehmen. Nur wenige Momente nach der Einwechslung von Amir Abrashi schockte Caligiuri seinen Ex-Club. Anschließend versuchte Freiburg, Druck aufzubauen. Die Königsblauen ließen aber wenig zu.

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